Reihe „Baukultur vor Ort“ startet im Amtsgericht Königs Wusterhausen

13.05.2022 Seite drucken

Für die Sanierung und Erweiterung des Amtsgerichts in Königs Wusterhausen erhielt das Architekturbüro Abelmann Vielain Pock aus Berlin im vergangenen Jahr den brandenburgischen Baukulturpreis. Nun gab es in diesem Zusammenhang am Mittwoch, den 11.05.2022, die Auftaktveranstaltung der Reihe „Baukultur vor Ort“ im Amtsgericht. Neben Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung und Schirmherr des Baukulturpreises, nahm auch die Erste Beigeordnete der Stadt Königs Wusterhausen, Sylvia Hirschfeld, an der Veranstaltung teil.

Ebenfalls anwesend waren Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, und Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer. Beide Kammern loben den im zweijährigen Turnus zu vergebenen Baukulturpreis aus. Renate Abelmann vom Architekturbüro Abelmann Vielain Pock schilderte die Projektgeschichte, die für ihr Büro schon 2004 mit dem Zuschlag für die Planung des Gerichtsanbaus begann.

Minister Beermann nannte das sanierte und erweiterte Amtsgericht „ein wunderschönes Beispiel für die Baukultur in unserem Land“. „Die Funktion eines Gebäudes mit dessen Geschichte zu verbinden steht exemplarisch dafür, was wir mit dem Baukulturpreis verfolgen“, sagte er weiter. Selbst Sohn eines Richters, lobte Guido Beermann darüber hinaus, dass alle Beteiligten von Beginn an in die Planungen zur Sanierung und Erweiterung des Amtsgerichts eingebunden worden sind.

Das erweiterte Ensemble des Amtsgerichtes Königs Wusterhausen steht in vielerlei Hinsicht für ein hohes Maß an Baukultur. Die sensible, städtebauliche Einpassung des großen Bauvolumens des Erweiterungsbaus bereichert den öffentlichen Raum durch eine sorgfältige Detaillierung der Fassaden.

Das Amtsgericht in Königs Wusterhausen ist eines der größten erstinstanzlichen Gerichte im Land Brandenburg und damit ein besonderer öffentlicher Ort mit Geschichte, erbaut im Jahr 1912 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss. Das gesamte Ensemble wurde vor Beginn der Arbeiten an einem Erweiterungsbau unter Denkmalschutz gestellt.

„Baukultur vor Ort“ ist eine Veranstaltungsreihe der Brandenburgischen Architektenkammer (BA) gemeinsam mit der Brandenburgischen Ingenieurkammer (BBIK), gefördert vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL). Objekte von hoher baukultureller Qualität werden öffentlich präsentiert und diskutiert.

 

Bildunterschrift:

Infrastrukturminister Guido Beermann (3.v.r.) und Sylvia Hirschfeld (2.v.l.), Erste Beigeordnete der Stadt, lassen sich mit weiteren Gästen das sanierte Gericht zeigen. Foto: Reik Anton