Neuer Jugendbeirat für Königs Wusterhausen gewählt

24.06.2022 Seite drucken

64 Delegierte der weiterführenden Schulen in Königs Wusterhausen haben am Dienstag, den 14.06.2022, bei der 4. Jugendkonferenz ihre neue politische Vertretung gewählt. Insgesamt 26 Kandidat*innen hatten sich in der Paul-Dinter-Halle für die Wahl in den Jugendbeirat aufstellen lassen. Letztlich wurden 15 von ihnen für zwei Jahre in das Gremium gewählt. Sie müssen noch durch die Stadtverordnetenversammlung offiziell berufen werden.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek eröffnete die Jugendkonferenz und dankte dem bisherigen Jugendbeirat für die Arbeit, die er in den vergangenen zwei Jahren geleistet hat. „Das war wegen der Corona-Pandemie besonders schwierig. Dennoch habt ihr euch wichtigen Themen gewidmet und euch beteiligt.“ Gleichzeitig ermutigte sie die anwesenden Jugendlichen, sich für ihre Ziele und Wünsche einzusetzen. „Durch den Jugendbeirat habt ihr die Möglichkeit zu lernen, wie man Kompromisse schließt und letztlich Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt. Ich wünsche mir den Dialog mit euch, weil es nur so Veränderungen geben kann.“

Das Interesse an dieser Mitwirkung ist groß. Das war in den vier Workshops, die während der Jugendkonferenz veranstaltet worden sind, zu erkennen. In kleineren Gruppen arbeiteten die Delegierten an den Themen „Jugendarbeit KW – Zeig dich“, „Infrastruktur in Königs Wusterhausen? Aber safe!“ – hier nahm auch die Erste Beigeordnete der Stadt Königs Wusterhausen, Sylvia Hirschfeld, teil – sowie „,junge‘ Kultur in KW wiederbeleben“ und „machtmal18a“.

Im Ergebnis wünschen sich die Schüler*innen mehr Auswahl bei Freizeitmöglichkeiten und eine bessere Bewerbung bereits bestehender Angebote. Darüber hinaus fordern sie bessere Busanbindungen in den Ortsteilen und den Ausbau von Fuß- und Radwegen im Stadtgebiet.

Der Jugendbeirat der Stadt Königs Wusterhausen ist ein Gremium, das sich für die Belange von Jugendlichen einsetzt. Er versteht sich als Sprachrohr und Mittler zwischen Jugend und Politik. Der Jugendbeirat setzt sich aus zehn bis 15 Mitgliedern im Alter von 14 bis 25 Jahren zusammen. Seine Aufgabe ist es, die Stadtverordneten, den Bürgermeister und die Verwaltung in jugendpolitischen Fragen zu beraten sowie Vorschläge und Anregungen zu unterbreiten.

Die Mitglieder nehmen u. a. an den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung und der Ausschüsse teil. Dort haben sie das Recht, zu Maßnahmen und Beschlüssen, die Auswirkungen auf die Jugendlichen in Königs Wusterhausen haben, Stellung zu nehmen.

Die 4. Jugendkonferenz wurde im Auftrag der Stadt Königs Wusterhausen vom Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg KdöR organisiert und durchgeführt. Partner waren das Deutsche Kinderhilfswerk, das das Projekt mit 10.000 Euro unterstütze, das Diakoniewerk Simeon, der Stadtjugendring, sowie die Kreissportjugend Dahme-Spreewald, verschiedene Schulsozialarbeiter der weiterführenden Schulen und das Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg.