Bürgermeister*innen für den Frieden

12.07.2022 Seite drucken

Seit dem 08.07.2022 weht vor dem Rathaus wieder die Flagge des weltweiten Bündnisses der „Mayors for Peace“. Mehr als 500 Städte in Deutschland zeigen mit der Aktion in diesem Jahr ihre Solidarität mit der Ukraine und setzen sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen ein.
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar dieses Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die atomare Bedrohung ist so präsent wie lange nicht mehr.
Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Die „Mayors for Peace“ waren mit zahlreichen Delegierten vertreten.

Auch die Königs Wusterhausener Bürgermeisterin Michaela Wiezorek setzt sich für eine Welt ohne Atomwaffen ein: „Atomwaffen vernichten alles Leben auf diesem Planeten, es gibt keine „kleinen“ Atomwaffen! Jede atomare Waffe tötet Menschen und hinterlässt Spuren bis in die nächsten Generationen.
Derzeit stehen alle Anzeichen für ein neues nukleares Wettrüsten in bisher ungeahnter Größenordnung. Das muss enden! Wir brauchen dringend neue Impulse, eine laute Mehrheit und einen offenen Dialog für die nukleare Abrüstung. Deshalb setzen sich die „Mayors for Peace“ für den Beitritt weiterer Staaten zum Atomwaffenverbotsvertrag ein.
Als „Mayors for Peace“-Stadt setzen wir heute, gemeinsam mit über 500 Städten in Deutschland, am heutigen Flaggentag ein deutliches Signal gegen die atomare Aufrüstung und für den Frieden. Wir unterstützen den Atomwaffenverbotsvertrag“.

Am Flaggentag erinnern die "Mayors for Peace" an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.170 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Rund 500 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.