Eheschließung im Ausland, Nachbeurkundung

27.04.2018 Seite drucken

Sollte die Ehe im Ausland geschlossen worden sein oder vor einer ermächtigten Person im Inland, kann auf Antrag die Eheschließung im Eheregister nachbeurkundet werden.
Voraussetzung ist, dass einer der Ehegatten Deutscher, Staatenloser, heimatloser Ausländer oder ausländischer Flüchtling (im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge mit gewöhnlichem Aufenthalt im Inland) ist.
Ebenfalls kann auf Antrag die Eheschließung im Eheregister nachbeurkundet werden, wenn die Ehe im Inland, zwischen Eheschließenden von denen keiner Deutscher ist, vor einer von der Regierung des Staates, dem einer der Eheschließenden angehört, ordnungsgemäß ermächtigten Person in der nach dem Recht dieses Staates vorgeschriebenen Form geschlossen worden ist.
Zuständig ist das Standesamt, wo die Ehegatten ihren Wohnsitz begründet haben.

Benötigte Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • aktuelle Aufenthaltsbescheinigung ( nicht älter als 4 Wochen ), ausgestellt von der Meldebehörde des Hauptwohnsitzes bzw.des Nebenwohnsitzes (Bürger der Stadt Königs Wusterhausen benötigen keine Aufenthaltsbescheinigung)
  • Eheurkunde mit Übersetzung, ggf. Legalisation bzw. Apostille – Beglaubigung
  • Begl. Abschrift aus dem Geburtenregister
  • ggf. Einbürgerungsurkunde (wenn einer der Verlobten nicht von Anfang an die deutsche Staatsangehörigkeit besessen hat, ist die Einbürgerungsurkunde im Original vorzulegen)
  • Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder (Urkunden sind beim Geburtenstandesamt der Kinder erhältlich)
  • Begl. Abschriften der Vaterschaftsanerkennung, bzw. Sorgeerklärung für gemeinsame Kinder
  • Bei Auslandsbeteiligung sind gesonderte Dokumente vorzulegen.


Benötigte Unterlagen, wenn eine der vorgenannten Voraussetzungen nicht vorliegen:
Wer schon einmal verheiratet war, muss zusätzlich zu den oben aufgeführten Unterlagen eine Eheurkunde der letzten Ehe, (ggf. begl. Abschrift aus dem Familienbuch der letzen Ehe) und das rechtskräftige Scheidungsurteil, vorlegen. Bei vorheriger Begründung einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft, muss die Lebenspartnerschaftsurkunde und der Auflösungsvermerk eingereicht werden. Liegt die Eheurkunde oder der Auszug aus dem
Eheregister nicht mehr vor, muss diese neu vom zuständigen Standesamt angefordert werden. Zusätzlich zur unmittelbaren vorangegangenen Ehe müssen alle früheren Ehen und die Art ihrer Auflösung angegeben werden.
Bei Auflösung durch Tod eines Ehegatten, ist zusätzlich zu der Eheurkunde die Sterbeurkunde vorzulegen.
Die Lebenspartnerschaftsurkunde (falls nicht mehr vorhanden), ist
bei der Behörde erhältlich, wo die Lebenspartnerschaft begründet worden ist.
Am besten, man bringt alle vorhanden Dokumente mit, aus denen sich die Daten sicher erkennen lassen.

Gebühren – gesetzliche Grundlage -
§ 72 Personenstandsgesetz

( Verordnung zur Änderung von Gebührenordnungen im Geschäftsbereich des Ministers des Innern des Landes Brandenburg vom 18.02.2013 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, 24. Jahrgang 2013, Teil II vom 27.02.2013, Nummer 21) ) 


Die Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe beträgt:

  • beide Partner besitzen bei der Eheschließung
    die deutsche Staatsangehörigkeit                                 85,00 Euro
  • wenn bei Eheschließung mindestens ein Partner Ausländer war, zusätzlich 25,00 Euro je ausländisches Recht

Wird die Ehe vor einer ermächtigten Person im Inland
zwischen Ausländern geschlossen,
beträgt die Nachbeurkundung                                               110,00  Euro.

Hinzu kommt die Ausstellung einer Eheurkunde in Höhe von 10,00 Euro. Jede weitere kostet 5,00 Euro.

Zuständig:
Standesamt Königs Wusterhausen
Schlossstr. 3
15711 Königs Wusterhausen

Telefon: 03375 273-501,-502,-503
Fax: 03375 273-504