Was brauchen wir für eine gute Flüchtlingsarbeit?

30.03.2016 Seite drucken

Die Stadt Königs Wusterhausen hatte am 12.12.2015 zu einer Zukunftswerkstatt geladen, mit dem Ziel koordinierende Strukturen für die Flüchtlingsarbeit zu schaffen, die einzelnen Gruppen untereinander zu vernetzen und Ideen für gemeinsame Projekte zu erarbeiten.

Ca. 50 Vertreter von Initiativen und Vereinen, Organisationen, Schulen und Kitas sowie von Politik, Polizei, Landkreis und Stadtverwaltung diskutierten am dritten Adventssamstag darüber, wie Flüchtlingsarbeit in Königs Wusterhausen erfolgreich umgesetzt werden kann.

In einem Brainstorming zur Frage „Was brauchen wir für eine gute gemeinsame Flüchtlingsarbeit in Königs Wusterhausen?“ kristallisierten sich verschiedene Themenbereiche heraus, die dann in den Arbeitsgruppen diskutiert wurden:

Hier die Ergebnisse:

1. Schaffen von Strukturen

  • Zuständigkeiten sollten transparent gemacht werden, damit klar ist, wer der richtige Ansprechpartner ist.
  • Koordinatoren in den einzelnen Kommunen arbeiten eng mit der Koordinierungsstelle des Landkreises zusammen und geben die Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiter.

2. Personelle Ressourcen

  • Es müssen dringend hauptamtliche Kräfte zur Verfügung gestellt werden, um die ehrenamtlichen Helfer zu entlasten
  • Es muss Rechtsicherheit für die Helfer geschaffen werden, z.B. in Fragen des Versicherungsschutzes

3. Integration

  •  Vermittlung von Sprachkenntnissen nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für Helfer
  • Einrichtung von Begegnungsstätten an zentralen, gut erreichbaren Orten
  • Patenkreise im direkten Umfeld der Unterkünfte

4. Kommunikation

  • Informationsveranstaltungen klären über die Gründe der Flüchtlinge, ihre Heimat zu verlassen, auf.
  • Das Vermitteln von Werten und Regeln für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft in den Unterkünften
  • Positives Besetzen des Themas durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und kulturelle Veranstaltungen