Bahnhofsumfeld

27.09.2016 Seite drucken

Der Bahnhof ist neben seiner überregionalen Funktion für Königs Wusterhausen auch optisch ein prägendes Element für die Stadt. Bei der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes, das als sehr gelungen bezeichnet werden kann, waren die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an beteiligt und konnten sich auf mehreren Werkstattgesprächen in den Planungsprozess einbringen.

Nun möchte die Stadt mit Hilfe des Internets neue Möglichkeiten nutzen, um auch mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten, die bisher keine Zeit hatten, an den Veranstaltungen der Stadt teilzunehmen.

Die Agentur BahnStadt GbR hat für diese Zwecke in Kooperation mit der Stadt eine Internetseite gestartet. Hier kann man die aktuellen Planungsstände verfolgen und Kommentare zu den weiteren angedachten Entwicklungsmöglichkeiten geben. Als nächstes stehen der Bahnhofsvorplatz und die Bahnhofstraße im Fokus der Untersuchungen.

Die Stadt hofft, dass sich nun auch online eine ebenso rege Beteiligung der Bevölkerung und angeregte Diskussionen eröffnen wie bereits in den Planungswerkstätten.

Wir freuen uns, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf der eigens geschalteten Internetseite unter www.bahnhofsdialog-kw.de vorbeischauen würden.

Werkstattgespräch Bahnhofsumfeld am 20.04.2016

Am 20.04.2016 hatte die Stadt Königs Wusterhausen die Bürgerinnen und Bürger zu einem Werkstattgespräch ins Rathaus geladen, um sie über den bisherigen Planungsstand bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds zu informieren und die vorgestellten Ideen mit ihnen zu diskutieren.

Bereits seit 2010 sucht die Stadt Königs Wusterhausen in derartigen Veranstaltungen den Dialog mit den Bürgern, um ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Vorstellungen beim Planungsprozess mit einzubringen.

Nachdem die Ostseite des Bahnhofs und die Zugangsbauwerke mit Fußgängerunterführung bereits in 2013 und 2014 fertiggestellt wurden, sollen jetzt der Bahnhofsvorplatz und die Anbindung der Bahnhofstraße in Angriff genommen werden.

Für die rund 50 Anwesenden gab es genug Diskussionsstoff. Thema des Abends waren in erster Linie die Errichtung eines Fahrradparkhauses, Kurzzeitparkplätze und nicht zuletzt der Taxistand, der sich seit Beginn der Bauarbeiten auf der Westseite in die Bahnhofsstraße verlagert wurde.

 

Treffpunkt Bahnhof

Seit 2014 erstrahlt der Bahnhof Königs Wusterhausen in neuem Glanz. Im Dezember 2014 wurden die Zugangsbauwerke und die Fußgängerunterführung zu den Bahnsteigen fertiggestellt und damit eines der bedeutendsten städtischen Bauprojekte der letzten Jahre abgeschlossen.

Anders als in anderen Gemeinden Brandenburgs liegt der Königs-Wusterhausener Bahnhof mitten in der Innenstadt und prägt somit das Stadtbild entscheidend mit. Da der Bahnhof Königs Wusterhausen für die Flughafenregion zunehmend an Bedeutung gewinnt, wurde die Umgestaltung des gesamten Bahnhofsumfeldes als Schlüsselmaßnahme in das Integrierte Stadtentwicklungsprojekt INSEK aufgenommen. Die Ideen der Bürgerinnen und Bürger wurden bei den Planungen berücksichtigt.   

Ende 2013 wurden die Bauarbeiten auf der Ostseite des Bahnhofs, im Zuge derer ein Busbahnhof inklusive Servicegebäude, eine P&R-Anlage sowie ein großzügiger Fahrradparkplatz entstanden sind, abgeschlossen.

In Zusammenarbeit mit der Bahn, die 65% der Kosten übernimmt, entstand  in der zweiten Runde ein behindertengerechter Zugang zu allen Bahnsteigen, dank zweier Aufzüge und einer Rampenanlage, und eine Verbindung zwischen Ost- und Westseite, die es so zuvor nicht gab. Großzügige überdachte Treppen führen nun von beiden Seiten in den Tunnel.  

Aber es geht noch weiter. Damit zukünftig auch Fahrzeuge über 2,80 m Höhe den „Tunnel“ in der Storkower Straße passieren können, plant die Stadt eine weitere Zusammenarbeit mit Bahn und Land, um im Zuge der Erneuerung dieser Eisenbahnüberführung die Fahrbahn abzusenken. Damit wird der direkte Busverkehr zwischen den östlichen und den westlichen Ortsteilen ermöglicht. Zeitgleich soll auf der Ostseite ein Kreisverkehr errichtet werden, der Bussen und Parkplatznutzern das Einfädeln in den fließenden Verkehr erleichtern soll. Vor 2020 ist mit einem Baubeginn jedoch nicht zu rechnen.

Auch auf der Westseite ist der Erneuerungsprozess noch längst nicht zu Ende. Im Bereich Maxim-Gorki-Straße, Bahnhofstraße, Bahnhofsvorplatz werden auf der Grundlage des Verkehrskonzeptes Maßnahmen zur verkehrlichen und baulichen Umgestaltung getroffen. Außerdem sind weitere Fahrradabstellmöglichkeiten sowie eine Wegeverbindung zwischen der Eingangstreppe und dem Kreisverkehr geplant, die hinter dem Wasserturm entlangführen wird. Damit wird die Westseite weiter aufgewertet und eine stärkere Verknüpfung des Öffentlichen Nahverkehrs mit dem Radverkehr herbeigeführt.