Schöffenwahl steht an

06.03.2018 Seite drucken

Für die Amtszeit 2019 bis 2023 werden im ersten Halbjahr dieses Jahres bundesweit Schöffen gewählt. In Königs Wusterhausen werden insgesamt 16 Frauen und Männer gesucht, die als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Erwachsenenstrafsachen am Amtsgericht Königs Wusterhausen und am Landgericht Cottbus teilnehmen. Die Stadtverordnetenversammlung schlägt mindestens doppelt so viele Kandidaten vor. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss des Amtsgerichts in der zweiten Jahreshälfte 2018 Haupt- und Hilfsschöffen.

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen in der Stadt wohnen sowie am 1.1.2019 mindestens 25, höchstens 69 Jahre alt sein. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen.

 

Die Bewerber/-innen sollten verfügen über:

  • soziale Kompetenz aus beruflichem Hintergrund und/oder gesellschaftlichem Engagement
  • Lebenserfahrung sowie Menschenkenntnis
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Kommunikations- und Dialogfähigkeit
  • Unparteilichkeit, Selbstständigkeit, geistige Beweglichkeit
  • Objektivität und Unvoreingenommenheit auch in schwierigen Situationen
  • gesundheitliche Eignung für den anstrengenden Sitzungsdienst

Juristische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige und Religionsdiener sind ausgeschlossen.

Ihre Aufgabe:

Aufgabe der ehrenamtlichen Richter ist es, Beweise zu würdigen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit basierend auf den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden abzuleiten, ob sich ein bestimmtes Geschehen, wie in der Anklage behauptet, ereignet hat oder nicht.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben und bereit sein, sich weiterzubilden.

Berufsrichter und Schöffen sind gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit – der Richterin/des Richters und der zwei beteiligten Schöffen – im Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen.

Bewerbungsfrist: 16.03.2018

Kontakt für Bewerbungen:
Stadtverwaltung Königs Wusterhausen
Dana Zellner, Allgemeine Verwaltung
Schlossstraße 3
15711 Königs Wusterhausen
Tel. 03375 273-261
E-Mail: agv@stadt-kw.de

Das Bewerbungsformular steht zum Download bereit und kann im Bürgerservice im Rathaus abgeholt werden.