Fahrradparkhaus am Königs Wusterhausener Bahnhof

06.06.2018 Seite drucken

Neubau komplettiert Bahnhofsumfeld

Als nahezu letzter Baustein am Bahnhof Königs Wusterhausen soll im Mai 2019 mit der Errichtung des Fahrradparkhauses begonnen werden. In die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes einschließlich des Busbahnhofes sind bislang bereits rund 10,2 Mio. Euro investiert worden. Die Komplettierung mit einem Fahrradparkhaus verlangt der Stadt nun noch einmal finanziell einiges ab. Umso mehr freut sich Bürgermeister Swen Ennullat über die Zuwendung des Landes für das etwa 2,6 Mio. Euro teure Vorhaben.

Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, überreichte am 04.06.2018 den Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,86 Mio. Euro.

„Das Fahrradparkhaus ist eine gute Entscheidung für die Stadt Königs Wusterhausen“, so Schneider. Sie betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn hinsichtlich der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sehr gut funktioniert habe. Sie sei sich sicher, dass ein Fahrradparkhaus dafür sorgen könne, dass mehr Pendler vom Auto auf das Fahrrad umstiegen.

In dem geplanten Gebäude werden künftig auf zwei Etagen etwa 550 kostenlose Stellplätze zu finden sein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann aber auch einen der 70 kostenpflichtigen Stellplätze nutzen, die sich in einer Sammelschließanlage befinden werden. Dienst am Kunden wird eine Fahrradservicestation übernehmen. Hier kann man sein Fahrrad abgeben und beispielsweise einen platten Reifen reparieren lassen oder auch die alljährliche Fahrradwartung vornehmen lassen, während man anderweitig unterwegs ist. Auch für die E-Biker ist gesorgt. Eine Ladestation sorgt dafür, dass dem Rad der Saft nicht ausgeht.

Ministerin Schneider zeigte sich erfreut darüber, dass man mit dem Fahrradparkhaus auf einer exponiert liegenden städtischen Fläche, die derzeit einen eher ungepflegten Eindruck macht, eine funktionale und schöne Lösung gefunden habe.

Vergleichbare Fahrradparkhäuser sind in Brandenburger Städten und Kommunen noch ein Novum. 2013 eröffnete die Stadt Bernau das erste Brandenburger Parkhaus dieser Art, mittlerweile gibt es ein weiteres in Potsdam. In Oranienburg hat man inzwischen mit dem Bau begonnen. Nun wird sich Königs Wusterhausen einreihen, wenn auch hier Ende 2019 das Fahrradparkhaus eröffnet werden kann.