Keine Landesförderung für Neubau Hauptfeuerwache Königs Wusterhausen

03.08.2018 Seite drucken

Bürgermeister wendet sich an Innenminister

Nach Bekanntwerden der abschlägigen Prüfung einer möglichen Landesförderung für den Neubau der Hauptfeuerwache Königs Wusterhausen durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg hat sich Bürgermeister Swen Ennullat an den Innenminister Karl-Heinz Schröter gewandt.

Er weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr die mehr als 30 hauptamtlichen Kameraden, die in der Wache rund um die Uhr Dienst verrichten, zu mehr als 1.000 Einsätzen ausrückten. Die Einsatzorte umfassten dabei nicht nur das Stadtgebiet. Die Feuerwehr Königs Wusterhausen ist fester Bestandteil des Systems der Stützpunktfeuerwehren im Land Brandenburg. Hilfeleistungen auf den stark befahrenen Autobahnen A 10 und A 13 rund um das Schönefelder Kreuz oder der Bundesstraße 179 gehören fast schon zum Alltag.

Die Gefahren- und Risikoanalyse für das Flughafenumfeld hat darüber hinaus schon im Jahr 2015 die Gewährleistung eines leistungsfähigen hauptamtlichen Feuerwehrstandortes in Königs Wusterhausen dringend empfohlen. Der deutliche Bevölkerungszuwachs in der Region oder der kürzlich genehmigte Erweiterungsbau des Terminals unterstreichen diese Bedeutung noch.

Auch aus den aktuellen Waldbrandereignissen heraus ergibt sich ein deutlicher Handlungsbedarf bei Funktionalität und Einsatzwert der Hauptfeuerwache in Königs Wusterhausen. Eine weitere Ertüchtigung des derzeit genutzten 56 Jahre alten Feuerwehrgebäudes ist nicht mehr möglich. Ein Neubau ist dringend geboten. Dessen Kosten belaufen sich jedoch auf ca. 14 Millionen Euro. Fördermittel werden dafür vom Land aktuell nicht in Aussicht gestellt. Ein Umstand, der aus Sicht der Kommune mit großer Enttäuschung zur Kenntnis genommen wird.

Bürgermeister Swen Ennullat versichert, dass er sich weiter für den Neubau der Hauptfeuerwache einsetzen wird. Für ihn ist dieser für die Gefahrenabwehr und Sicherheit einer ganzen Region unverzichtbar. Ein Sparkurs ist an dieser Stelle nicht zu verantworten. Ennullat hofft noch immer auf ein Umdenken des Landes.

Foto: Feuerwehrwache Königs Wusterhausen