Vorschlag der Stadt KW: Kostenloser Nahverkehr für Feuerwehr und Katastrophenschutz

23.11.2018 Seite drucken

Um den ehrenamtlichen Mitgliedern von Feuerwehr und Katastrophenschutz für ihr Engagement im Dienste der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger Anerkennung zu zollen und Anreize für das Ausüben einer solchen Tätigkeit zu schaffen, schlägt die Stadt Königs Wusterhausen auf der 2. Beratung der Bürgermeister und Amtsdirektoren im Jahre 2018 am 04.12.2018 die kostenlose Nutzung des ÖPNV für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und des Katastrophenschutzes vor.

Die Notwendigkeit eines gut aufgestellten Brand- und Katastrophenschutzes wurde in den letzten Monaten aufgrund der Waldbrandereignisse des Jahres 2018 wieder besonders deutlich. Dessen Funktionsfähigkeit hängt in einem hohen Maße von dem freiwilligen Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den Freiwilligen Feuerwehren und in den Einheiten des Katastrophenschutzes ab. Es zeigt sich jedoch, dass es zunehmend schwieriger wird, ehrenamtlich engagierte Menschen für solche Tätigkeiten zu gewinnen. Die Ausübung dieses Ehrenamtes und die damit verbundenen hohen persönlichen Belastungen sollten daher eine größere Würdigung erfahren, um Anreize der Mitarbeit zu schaffen.

Ein solcher Anreiz könnte aus Sicht der Stadt Königs Wusterhausen darin bestehen, öffentliche Verkehrsmittel vergünstigt oder gar kostenlos zu nutzen. Der Landkreis Dahme-Spreewald könnte dabei zum Vorreiter in ganz Brandenburg werden.

Vorschläge, wie diese Idee umgesetzt werden kann, liegen bereits vor:

  1. Der Landkreis erhebt die möglichen finanziellen Auswirkungen einer kostenfreien Nutzung der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (RVS) durch alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und Einheiten des Katastrophenschutzes im Landkreis Dahme Spreewald.
  2. Die Bürgermeister und Amtsdirektoren tauschen sich mit dem Landrat zur Höhe möglicher Zuschüsse aus. Der Zuschuss sollte bei mindestens 25% liegen. Aus Sicht der Stadt Königs Wusterhausen ist eine Vollförderung erstrebenswert.
  3. Die Bürgermeister und Amtsdirektoren erklären sich bereit, den Verwaltungsaufwand zum Erheben, Aktualisieren und Weitermelden der benötigten Daten zu tragen.
  4. Der Landrat erklärt sich bereit, den Verwaltungsaufwand der Verarbeitung der übermittelten Daten zu tragen.
  5. Der Landrat bringt unter Beteiligung der zuständigen Fachausschüsse im ersten Quartal 2019 eine entsprechende Beschlussvorlage in den Kreistag ein.

„Bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar für das Funktionieren unserer Gesellschaft und sichert den sozialen Zusammenhalt“, so die Überzeugung von Bürgermeister Swen Ennullat, der sich wünscht, dass der Vorschlag der Stadt Königs Wusterhausen auf Zustimmung stößt. „Dieses Engagement im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger zu sichern und zu stärken, muss deshalb zu den wichtigsten Zielen der Kommunen und Landkreise zählen“.