Hafen befindet sich in sicherem Fahrwasser

09.04.2019 Seite drucken

Der Hafen Königs Wusterhausen ist als Güterverkehrszentrum „Schönefelder Kreuz“ für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Das zeigt sich zum einen in den Zahlen für das Jahr 2018, zum anderen auch in der laufenden Neugestaltung des Hafenareals.

Statt des ursprünglich angenommenen, deutlich negativen Ergebnisses für das vergangene Jahr, steht nun eine schwarze Null zu Buche. Nach Ansicht von Michael Fiedler, dem Geschäftsführer der städtischen LUTRA GmbH, sind die weitestgehend abgeschlossene Umstrukturierung des Unternehmens und die voranschreitende Vermarktung der Ansiedlungsflächen auf dem Hafengelände die Hauptgründe dieser positiven Bilanz. „Hinzu kommt die allgemein gute konjunkturelle Lage. Außerdem haben wir neue Geschäftsfelder erschlossen“, so Fiedler, der seit dem 19.01.2018 Geschäftsführer der LUTRA GmbH ist.

Die Neuansiedlung der Firma Timberpak ist aktuell bereits in Umsetzung. Das Unternehmen errichtet hier eine Anlage zur Lagerung, zum Umschlag und zur Verarbeitung von Altholz zur Verwertung in der Holzwerkstoffproduktion. Dies schafft Arbeitsplätze und öffnet ein neues Kapitel für den südlichen Hafenteil, nachdem der Rohbraunkohleumschlag hier nun Geschichte ist. Eine Eröffnung ist zum Sommer dieses Jahres geplant. Der Wegbruch des Kohleumschlages war ein tiefer Einschnitt für den Hafen, bedeutete dies doch einen Umsatzrückgang von etwa 60 Prozent.

Weiterhin gewinnen die Schwerlastumschläge, zum Beispiel Straßenbahnen oder Teile für Windenergieanlagen, immer mehr an Bedeutung. Hier wurden neue Kunden in erheblichem Umfang akquiriert.

Die Hausbootwerft Nautilus hat sich bereits in Königs Wusterhausen niedergelassen. Hinzukommen weitere vier Unternehmen, deren Ansiedlungen derzeit im Genehmigungsverfahren sind. „Der Hafen wird der größte und bedeutendste in Brandenburg bleiben“, ist Michael Fiedler sicher. Diese Erfolgsgeschichte habe maßgeblich mit der hohen persönlichen Einsatzbereitschaft aller Hafenmitarbeiter zu tun, betont er. „Dafür möchte ich meinen Kollegen herzlich danken.“ Aktuell sind 21 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, weitere Einstellungen sind geplant.

Königs Wusterhausens Bürgermeister, Swen Ennullat, betont, dass auch Michael Fiedler sehr großen Anteil an dem Aufwärtstrend hat. „Er leistet hervorragende Arbeit. Ich bin stolz auf ihn und danke ihm für seine Arbeit. Herr Fiedler und seinem Team ist unter großer Anstrengung die Neuausrichtung des Hafens gelungen.“ Ennullat ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der LUTRA GmbH.

 

Bildunterschrift:

Erfolgreiche Vermarktung: Der Weg des Hafens Königs Wusterhausen zeigt deutlich nach oben.

Foto: Archiv Stadt Königs Wusterhausen