Niederländer wollen stärker mit Hafen Königs Wusterhausen kooperieren

03.07.2019 Seite drucken

Die niederländische Gemeinde Lansingerland und die Stadt Königs Wusterhausen wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen. Über die damit verbundenen Möglichkeiten sprach Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat bei seinem Besuch in Lansingerland mit seinem Amtskollegen Pieter van der Stadt.

Die kleine Delegation aus der Rundfunkstadt, zu der auch René Klaus, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Gebäudemanagement, und Moritz Thiele in seiner Funktion als Wirtschaftsförderer gehörten, besuchte Ende vergangener Woche auf Einladung des Bürgermeisters von Lansingerland unter anderem Gemüse- und Pflanzenproduzenten in der Region Rotterdam. Außerdem kam man mit Großhändlern und Logistikern in Kontakt, die Großabnehmer wie Lidl, Aldi oder Kaufland beliefern.

Gemeinsames Ziel ist es, die Warenströme von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Hier sehen die Beteiligten das Potential einer engen Kooperation. Denn der Hafen Königs Wusterhausen ist mit seinem Gleisanschluss grundsätzlich für den Warenverkehr per Bahn geeignet. Der Vorteil: Die Lkw müssten künftig nicht mehr von den Niederlanden über die Autobahn in den Berliner Raum fahren. Stattdessen würden die Anhänger mit einem neuartigen Waggonmodell mit Zügen in den Hafen Königs Wusterhausen gelangen. Von hier würden die Waren dann mit Lkw in einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern verteilt. Dazu ist es nötig, ein intermodales Terminal im Südhafen zu errichten. „Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels an Fernfahrern ist diese Zusammenarbeit sehr zu begrüßen. Außerdem stärken wir mit steigenden Umschlagszahlen den Wirtschaftsstandort Königs Wusterhausen und sichern Arbeitsplätze“, so Bürgermeister Swen Ennullat. Hinzu kommt, dass der Schienentransport CO2 einsparen würde.

Rückblick: Im dritten Quartal 2018 besuchten Vertreter der Gemeinde Lansingerland sowie eines Konsortiums von Lebensmittellogistikern und Bahndienstleistern den Hafen der Stadt Königs Wusterhausen. In diesem Rahmen fanden erste Gespräche über den Bau eines intermodalen Terminals statt. Seitdem gibt es eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Wirtschaftsförderern der Kommunen. Bürgermeister Swen Ennullat lud die Niederländer zu einem Besuch im nächsten Jahr ein. Dann feiert Königs Wusterhausen unter anderem sein 700-jähriges Stadtjubiläum.

 

Bildunterschrift:

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (l.) wird von seinem Amtskollegen der Gemeinde Lansingerland, Pieter van der Stadt, herzlich begrüßt. Foto: Stadt Königs Wusterhausen