Bürgermeister Ennullat sieht Kiekebusch-Pläne kritisch

30.08.2019 Seite drucken

Bezug nehmend auf die Berichterstattung über die Entwicklung des Gewerbeparks Kiekebusch in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ („Investor plant Amazon mal vier“, Ausgabe 30.08.2019, S. 14) sieht sich der Königs Wusterhausener Bürgermeister Swen Ennullat in seinem Handeln bestätigt. Er hatte vor einigen Tagen einen Offenen Brief an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke geschrieben, in dem Ennullat auf die nicht mehr hinnehmbare Verkehrssituation rund um das Schönefelder Kreuz aufmerksam macht.

In dem Zeitungsartikel wird deutlich, dass drei weitere Logistikhallen in Kiekebusch gebaut werden sollen. „Das führt natürlich zu einer noch stärkeren Verkehrsbelastung auf der Autobahn und den Landstraßen. Sollte das Vorhaben in dieser Form umgesetzt werden, droht der Verkehrskollaps“, so Swen Ennullat. Er freue sich zwar, dass die Region wirtschaftlich gestärkt wird und Arbeitsplätze entstehen sollen. „Aber man muss diese Entwicklung im Ganzen planen und dazu gehört auch die Infrastruktur. Hier ist das Land in der Pflicht.“ Neun Jahre bis Fertigstellung der Autobahnauffahrt Kiekebusch seien einfach zu lang. So sieht es auch der Schönefelder Bürgermeister Dr. Udo Haase.

Aus der Staatskanzlei erhielt Swen Ennullat indes die Eingangsbestätigung seines Schreibens mit dem Hinweis, dass es an das fachlich zuständige Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung weitergeleitet worden ist. Dort erfolgt dann eine Stellungnahme.