Sanierung macht das Stadion fit für die Zukunft – Schul- und Breitensport wird gesichert

23.01.2020 Seite drucken

Um sowohl den Schulsport als auch den Vereins- und Breitensport weiter in hoher Qualität aufrecht erhalten zu können, möchte die Stadt Königs Wusterhausen die leichtathletischen Anlagen im Stadion der Freundschaft sanieren. Dafür sind in diesem Jahr eine Million Euro im Haushaltsplan vorgesehen.

Der wasserdurchlässige Kunststoffbelag der Laufbahnen und Segmentbögen weist deutliche Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen auf. Teilweise mussten Teile der Laufbahn bereits in den vergangenen Jahren saniert werden. Im Rahmen der geplanten Instandsetzung wird die Erneuerung des Kunststoffbelages empfohlen. Ebenso ist die umlaufende Rinne, die die Laufbahnen und Segmentbögen entwässert, zu erneuern. Die Einbauten (Wassergraben, Kugel-, Hammer- und Diskuswurfring sowie Weitsprunganlage und Einstichkasten für Stabhochsprung) sind vorhanden und müssen erhalten bleiben. Ein entsprechendes Gutachten liegt der Stadtverwaltung vor.

Die Sanierung der leichtathletischen Anlagen könnte nach derzeitigem Stand in den Sommerferien erfolgen. Im ersten Quartal dieses Jahres soll die Flutlichtanlage erneuert werden. Die Kosten für dieses gesonderte Vorhaben betragen laut Angeboten, einschließlich Planung, rund 160.000 Euro. Hierfür wurden Fördermittel gewährt.

Als Hauptnutzerin der Stadionanlage für den Schulsport gilt die „Grundschule Erich  Kästner“, die  im Sommerhalbjahr mit mehr als 20 Klassen wöchentlich 72 Sportstunden absolviert. Ohne intakte Sportanlagen wäre diese pflichtige Aufgabe der Stadt nicht zu erfüllen. Zudem nutzen die Staatliche Gesamtschule, die Grundschule Zeesen und die Montessori Schule das Stadion jährlich für ihre Leichtathletiktage und Schulsportfeste. Das Staatliche Schulamt veranstaltet ferner jährlich wiederkehrend Landes- und Regionalwettbewerbe im Rahmen des Schulsportprogramms „Jugend trainiert“ in der Sportart Leichtathletik. Regelmäßige Veranstaltungen sind weiterhin der „Tag der Sportvereine“ und die „Kitaolympiade“. Ständige Nutzer der leichtathletischen Anlagen an Wochentagen sind des Weiteren die Bundespolizei und die Justizakademie des Landes Brandenburg, temporär die Feuerwehren. 

Daneben wird das Stadion der Freundschaft vorrangig von der Leichtathletikabteilung der WSG `81 Königs Wusterhausen e.V. als Trainings- und Wettkampfstätte genutzt. Zweimal pro Woche wird Training für etwa 60 Kinder und Jugendliche angeboten, mittwochs trifft sich die Laufgruppe für Erwachsene im Stadion.

Darüber hinaus wird seit 2018 das „Funkerbergmeeting der Leichtathleten“ von der WSG `81 im Stadion veranstaltet. Weitere Wettkämpfe wie Landes- und Regionalmeisterschaften in der Leichtathletik und im Behindertensport finden unregelmäßig statt. Der Landesverband der Deutschen Steuergewerkschaft veranstaltet jährlich sein Sportfest der Finanzverwaltung im Stadion u. a. mit leichtathletischen  Wettbewerben. Für den  Radsportverein Königs Wusterhausen/Wildau ist das Stadion Start- und Zielpunkt der traditionsreichen Radtourenfahrt „Vor den Toren Berlins“.

Die Sportanlagen mit den dazugehörigen Einbauten werden multifunktional genutzt. Das bedeutet, dass der Schulsport, wobei es sich hier um eine Pflichtaufgabe der Stadt Königs Wusterhausen im Rahmen der Schulträgerschaft handelt, eine zentrale Bedeutung besitzt. Durch die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen werden die Voraussetzungen nicht nur für den Schul-  und Vereinssport erhalten bzw. verbessert, sondern auch für den Breiten- und Individualsport.

Bereits in den vergangenen Jahren waren Gelder für die Planung und Sanierung des Stadions in die jeweiligen Haushalte eingestellt. Daher kann das Projekt trotz des noch fehlenden Haushalts für 2020 fortgeführt werden.

Foto: Tibor Rostek (Archiv)