Bürgermeister dankt Blutspendern in Königs Wusterhausen

26.03.2020 Seite drucken

Alle sieben Sekunden braucht ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion. Auch in der Corona-Krise sind Blutspenden daher unerlässlich. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat begeistert von der Resonanz auf den Blutspendetermin am 25.03.2020 beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der Erich-Weinert-Straße 46.

„Ich war mehrmals vor Ort und immer war es voll. Ich bin stolz auf diese Hilfsbereitschaft der Königs Wusterhausener. In diesen Zeiten, die von Einschränkungen und Entbehrungen gekennzeichnet sind, müssen wir erst recht an die Schwachen und Kranken denken. Jede Spende kann Leben retten. Ich hoffe, dass die Resonanz weiter auf so hohem Niveau bleibt.“

Blutspendetermine sind ausdrücklich nicht von der aktuellen Eindämmungsverordnung zum Coronavirus betroffen. Darauf weist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hin. Das Blutspendewesen gilt als systemrelevante Einrichtung in der Krankenversorgung.

Der für den 06.04.2020 vorgesehene Termin des Blutspendemobils vor dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen ist allerdings abgesagt. Der Bus darf in der aktuellen Situation nicht unterwegs sein. Möglich ist eine Spende beim DRK in der Erich-Weinert-Straße 46 am Mittwoch, 08.04., und Mittwoch, 22.04., jeweils in der Zeit von 15 bis 19 Uhr. Am Samstag, 02.05., gibt es von 9 bis 13 Uhr eine weitere Gelegenheit zu helfen. Mehr Informationen gibt es im Internet auf www.blutspende-nordost.de . Terminreservierungen sind über terminreservierung.blutspende-nordost.de möglich.

Spendewillige werden gebeten, sich kurzfristig im Internet unter www.blutspende.de oder über die kostenfreie Hotline 0800 11 94911 zu informieren, ob der in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt.

Prof. Dr. med. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes, betont: „Wichtig ist zu wissen, dass aktuell für Blutspender kein gesteigertes Risiko besteht, sich bei DRK-Blutspendeterminen mit SARS-CoV-2 anzustecken. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft, gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Virus über eine Blutspende übertragen werden kann. Es sind aufgrund der aktuellen Entwicklung weitergehende Maßnahmen ergriffen worden, die eine größtmögliche Sicherheit bei den Spendeterminen gewährleisten.“

Hierzu zählt u.a. eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die Aufforderung zur Händedesinfektion und die Reiseanamnese sowie Rückstellung von Spendern, die aus Risikogebieten (China, Japan, Nord- und Südkorea und dem Iran sowie Italien und den betroffenen Provinzen in Frankreich oder Spanien, und tagesaktuell auf der Seite des RKI abrufbar www.rki.de) zurückkehren oder Kontakt zu SARS-CoV-2 infizierten Menschen hatten. Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen werden generell nicht zur Blutspende zugelassen.

Die Blutpräparate haben nur eine kurze Haltbarkeit, deshalb ist es wichtig, dass über die kommenden Wochen kontinuierlich gespendet wird. Aus einer Spende werden drei Präparate gewonnen, die beispielsweise in der Therapie von Krebserkrankungen, Herzerkrankungen oder auch bei Unfallopfern eingesetzt werden. So hilft schon eine Spende bis zu drei Patienten.