Kindertagesbetreuungseinrichtungen öffnen für alle Kinder – Regelungen zur Hygiene müssen eingehalten werden

26.05.2020 Seite drucken

Vorschulkinder haben ab Mittwoch, den 27.05.2020, grundsätzlich einen Betreuungsanspruch in einer Kindertagesstätte. Dies regelt die derzeit gültige Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg bzw. die damit verbundene aktuelle Allgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald zur Regelung des Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Zusammenhang mit der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie.

Die Regelungen der Allgemeinverfügung sind von den Kommunen für ihre Einrichtungen umzusetzen. Dies ist aufgrund der verpflichtenden Vorgaben der Eindämmungsverordnung allerdings sehr schwierig. Jede städtische Einrichtung verfügt über einen angepassten Hygieneplan, der weiterhin eingehalten werden muss. Deswegen können die Vorschulkinder nur in kleinen Gruppen an einem Tag in der derzeitigen 22. Kalenderwoche betreut werden. Die Betreuungszeit beträgt an diesem Tag vier Stunden.

Die jeweilige Kita-Leitung informiert die Eltern, um welchen Tag es sich genau handelt. Die Stadtverwaltung weiß um die besondere Herausforderung für die Eltern und bittet um Verständnis. Aber nur so können alle derzeitigen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus‘ inklusive Platz- und Hygienevorgaben umgesetzt werden. Kindertagesstätten in Freier Trägerschaft informieren die Eltern selbstständig über ihre Verfahrensweisen.

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg kritisierte die Ausweitung der Regelbetreuung in einer Pressemitteilung bereits. Demnach erklärten die befragten Kommunen in einer Umfrage, dass 62 % der Krippen und 53 % der Kitas mittlerweile keine freien Plätze im Rahmen der Notfallbetreuung oder eines eingeschränkten Regelbetriebes mehr zur Verfügung stellen können. Im Hortbereich beträgt der Anteil rund 40 %.

Vor diesem Hintergrund fordert der Städte- und Gemeindebund von der Landespolitik, den Infektionsschutz und die Betreuungskapazitäten in Einklang zu bringen. Betreuungskapazitäten dürften nicht in den Raum gestellt werden, die bei Einhaltung der bisherigen Vorschriften unerfüllbar sind.

Ab Dienstag, den 02.06.2020, gilt dann ein eingeschränkter Regelbetrieb in allen Kindertagesstätten der Stadt Königs Wusterhausen. Die Kinder werden in kleineren Gruppen als gewöhnlich untergebracht und haben feste Erzieherinnen und Erzieher. Die Einrichtungen in Trägerschaft der Stadt Königs Wusterhausen werden täglich für zehn Stunden geöffnet sein, d.h. von 7 bis 17 Uhr. Eine längere Öffnungszeit ist auf Grund der personellen Situation und der räumlichen Gegebenheiten nicht möglich. Noch längere Öffnungszeiten wären nur möglich, wenn die Einrichtungen wieder teiloffene bzw. offene pädagogische Arbeit mit den Kindern ausführen könnten. Dieses ist aber derzeit untersagt.  Zu den einzuhaltenden Hygienevorschriften informiert die jeweilige Kita. Nachzulesen sind diese auch in der Allgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald vom 20.05.2020.

Für die Hortbetreuung führt die Stadtverwaltung derzeit Gespräche mit dem staatlichen Schulamt. Da die Kinder bisher nicht regulär in voller Klassenstärke beschult werden, ist die Umsetzung des Regelbetriebes für die Hortbetreuung sehr schwierig. Dieser sieht vor, dass die Kinder ab 12 Uhr betreut werden. Über die Ergebnisse, wie der Hortbetrieb geregelt wird, informiert die Verwaltung in den nächsten Tagen gesondert.

Es müssen keine weiteren Anträge auf Notbetreuung gestellt werden. Der Notbetrieb endet zum 31.05.2020. Damit verlieren die Bewilligungen für die Notbetreuung zum 31.05.2020 ihre Gültigkeit.

Eltern werden gebeten, ihre Anfragen bezüglich der Elternbeitragszahlungen per E-Mail an bildung-familie@stadt-kw.de zu schicken. Diese werden zunächst gesammelt. Eine mögliche Erstattung wird in den kommenden Monaten erfolgen. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass aufgrund der momentanen Situation keine zeitnahe Bearbeitung möglich ist.