Hortbetreuung wird ab 02.06.2020 weiterhin als Notbetreuung angeboten – Rathaus bittet um Verständnis

29.05.2020 Seite drucken

Die Betreuung in Horten in städtischer Trägerschaft  in den Ortsteilen Zernsdorf, Senzig, Niederlehme und Zeesen wird für die Woche vom 02.06. bis zum 05.06.2020 weiterhin als Notbetreuung angeboten.

Eine Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebes – wie vom Land mittlerweile festgelegt – kann aufgrund räumlicher und personeller Probleme für diese städtischen Horte noch nicht stattfinden. Vor dieser Problemlage stehen aktuell sehr viele Kommunen in Brandenburg.

„Eingeschränkter Regelbetrieb“ würde bedeuten, dass pro Gruppe 15 bis 18 Kinder in zugewiesenen Räumen mit festen Gruppenerziehern betreut werden. Dieses ist in den meisten Horten nicht möglich, da in der aktuellen Lage auch die derzeitige Vormittagsbetreuung realisiert werden muss. Dies war aber nie vorgesehen. Für eine  zwölfstündige Öffnungszeit wäre also die doppelte Anzahl an Erzieherinnen und Erzieher nötig. Dieses Personal hält kein Träger vor bzw. kann es kurzfristig binden. Solange die Schulen nur tageweise einzelne Klassen unterrichten und die anderen Schülerinnen und Schüler in Horten betreut werden sollen, kann die Hortbetreuung daher nur mit begrenzter Kapazität erfolgen.

Alle Horte in städtischer Trägerschaft verfügen laut Betriebserlaubnis über ein pädagogisches Konzept mit offener Arbeit zur Betreuung der Kinder. Gemäß der Allgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald vom 20.05.2020 in Verbindung mit der aktuellen Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sind offene und teiloffene Konzepte und Betreuung jedoch untersagt. Nur ein eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen und Räumen ist zulässig. Bislang für Hortbetreuung genutzte Klassenräume stehen vormittags durch Schulunterricht in Kleinklassen aber gar nicht zur Verfügung und sorgen für eine weitere Verknappung der Kapazitäten. Auch auf Turnhallen wird deshalb in Königs Wusterhausen zurückgegriffen. Mit dem Ergebnis, dass diese wiederum nicht dem Vereinssport zur Verfügung stehen. Diese Problemlagen werden aus dem ganzen Land an das zuständige Ministerium kommuniziert. Lösungen für das Dilemma gibt es noch nicht.

Bis zur Klärung der Situation kann die Hortbetreuung daher leider nur als Notbetreuung weitergeführt werden.

Die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen steht hier ferner in engem Kontakt mit dem Landkreis Dahme-Spreewald und dem staatlichen Schulamt, um für die kommenden Wochen eine praktikable Lösung zu erarbeiten.

Alle gestellten Notbetreuungsanträge für Hortkinder werden in dieser 22. Kalenderwoche noch bearbeitet.

Die Verwaltung bittet die Eltern für diese besondere Situation Verständnis. Weitere Informationen der Öffentlichkeit erfolgen zeitnah.

Die Horte in Freier Trägerschaft organisieren ihre Betreuung selbst.