75. Gedenkjahr der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – Königs Wusterhausen hält inne

06.08.2020 Seite drucken

Anlässlich des 75. Gedenkjahrs der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki hat die Stadt Königs Wusterhausen am Donnerstag, den 06.08.2020, der Opfer gedacht. Als Symbol der Anteilnahme wurde vor dem Rathaus die Flagge der „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) gehisst.

Königs Wusterhausen ist Mitglied in diesem Zusammenschluss internationaler Städte, der sich für eine friedliche und atomwaffenfreie Welt einsetzt. „Wir denken an diesem Tag nicht nur an die Opfer der Atombombenabwürfe, sondern auch an die des Zweiten Weltkriegs insgesamt. Dieses Leid darf sich nicht wiederholen“, sagt Andrea Schulz als 2. Stellvertreterin des Bürgermeisters und fügt an, „Nie wieder Hiroshima! Nie wieder Nagasaki!“. Dies ist der Appell aller Mitglieder der „Mayors for Peace“ vor dem Hintergrund des 75. Gedenkjahres der Atombombenabwürfe.

Die Flagge vor dem Rathaus in Königs Wusterhausen wurde am Donnerstag um 8.15 Uhr gehisst. Das ist die Uhrzeit, zu der die erste Bombe auf Hiroshima am 06.08.1945 abgeworfen wurde. Die Glocken der Kirche St. Elisabeth läuteten und untermalten die kleine Zeremonie würdevoll. „Ich bedanke mich bei der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius für diese schöne Unterstützung“, so Andrea Schulz. Auch Axel Böhm als 4. Stellvertreter des Bürgermeisters und die städtische Gleichstellungsbeauftragte, Friederike Weigelt, nahmen an der Zeremonie teil.

Drei Tage später fiel eine Atombombe auf Nagasaki.

Wegen der Covid-19-Pandemie werden in diesem Jahr zum 75. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima wenige Gäste zur offiziellen Gedenkfeier in Hiroshima erwartet. Aus diesem Grund hat Hiroshima drei Projekte initiiert. Neben einem Schulungs-Webinar zum Thema „Frieden“ und dem Kernkonzept „No more Hiroshima! No more Nagasaki!“ wurde ein Video erstellt. Es ist im Internet auf Youtube zu sehen und beinhaltet Botschaften von Überlebenden der Angriffe, Vertreterinnen und Vertretern nationaler Regierungen sowie Nicht-Regierungsorganisationen und „Mayors for Peace“-Exekutivstädten. Das Video soll das öffentliche Bewusstsein für eine atomwaffenfreie Welt schärfen.

Bildunterschrift:

Gemeinsam mit Andrea Schulz (r.) als 2. Stellvertreterin des Bürgermeisters hissen Axel Böhm als 4. Stellvertreter des Bürgermeisters und die städtische Gleichstellungsbeauftragte, Friederike Weigelt, die Fahne der „Bürgermeister für den Frieden“. Foto: Reik Anton

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