Corona-Pandemie trifft Königs Wusterhausener Kitas hart

20.11.2020 Seite drucken

Die Corona-Pandemie verschärft auch die Situation in den Kindertagesstätten in Trägerschaft der Stadt Königs Wusterhausen. Derzeit steht weniger als die Hälfte des Personals zur Verfügung. Dies hat mehrere Gründe. So gibt es neben dem zu erwartenden, saisonalen Krankenstand die Regelung, dass Erzieherinnen und Erzieher mit Erkältungsanzeichen zuhause bleiben müssen. Außerdem liegen in einigen Einrichtungen Coronafälle vor.

Dazu zählen derzeit die Kitas „Räuberberg“ in Niederlehme und „Steinbergwichtel“ in Zeesen. In der Kita „Räuberberg“ ist eine Corona-Erkrankung beim pädagogischen Personal bekannt. Außerdem sind zwei weitere Erzieherinnen und 15 Kinder noch bis Ende November in Quarantäne. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe.  Bei den „Steinbergwichteln“ wurde eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet. Es befinden sich derzeit 17 Kinder in Quarantäne.

Der Betreuungsschlüssel für Kindertageseinrichtungen kann trotz der hohen Fehlzahlen noch gehalten werden, da im Moment auch weniger Kinder in den Einrichtungen betreut werden und die Öffnungszeiten bei einem Großteil der Einrichtungen verkürzt worden sind.

„Wir dürfen uns nichts vormachen. Über kurz oder lang werden auch wir in Königs Wusterhausen ganze Einrichtungen schließen müssen – wie es auch schon in anderen Kommunen geschehen ist. Ich bedanke mich bei allen Erzieherinnen und Erziehern für ihren unermüdlichen Einsatz und bei den Eltern für das Verständnis. Es ist eine schwere Zeit für uns alle“, so Bürgermeister Swen Ennullat.

In der staatlichen Gesamtschule sind zwei Lehrer und eine Sozialarbeiterin an Corona erkrankt.

Die Kita „Pfefferkörner“ in Wernsdorf ist nach einem Coronafall wieder zur Normalbetreuung zurückgekehrt. Gleiches gilt für die Grundschule „Erich Kästner“ in Königs Wusterhausen.

Um den Betrieb in den Kindertagesstätten weitestgehend aufrecht erhalten zu können, gelten verschiedene Regelungen:

  • die temporäre Einschränkung der Öffnungszeit bezogen auf Teilbereiche (Krippe, Kindergarten, Hort) oder auf die gesamte Einrichtung
  • die Bitte an Eltern, zu prüfen, ob alternative Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sind und ihre Kinder tageweise zuhause zu betreuen oder früher aus der Kita abzuholen

Diese Maßnahmen können kurzfristig greifen. Im Wissen, dass Familien erneut viel abverlangt wird, bittet die Stadtverwaltung alle Eltern um Verständnis und Unterstützung.

Weiterhin möchte die Verwaltung auf Folgendes hinweisen:

  • Im Umkreis von 30 Metern um Bildungseinrichtungen (Kitas gehören dazu) ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • In allen städtischen Einrichtungen sind Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Bei vorliegendem ärztlichen Attest, dass keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden kann, sorgen Eltern bitte dafür, dass eine andere Person das Kind abholt bzw. mit der Einrichtung eine andere Lösungsmöglichkeit gefunden wird.
  • Die Einrichtung ist zu informieren, wenn ein Kind, die Eltern oder eine mit dem Kind/den Eltern in Kontakt stehende Person an COVID-19 erkrankt. In diesen Fällen werden die Kinder nicht in der Einrichtung betreut.
  • Wartet ein in der Häuslichkeit lebendes Familienmitglied auf ein COVID-19-Testergebnis, weil ein Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Person bestanden hat, kann das in dieser Häuslichkeit lebende Kind ebenfalls nicht in der Kita betreut werden.
  • Bei positiven Covid-19-Nachweisen werden über das Gesundheitsamt für die betroffenen Familien oder Beschäftigten häusliche Quarantänemaßnahmen, ggf. begleitet von Einrichtungsschließungen, angeordnet.

Auch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg hat auf die sich verschärfende Lage in den Kindertageseinrichtungen reagiert und eine Anordnung herausgegeben, die u.a. Mindestmaßnahmen für den Arbeitsschutz bei Erzieherinnen und Erziehern thematisiert. Die Stadt Königs Wusterhausen setzt diese Vorgaben um.