Soldatenkönig „grüßt“ Besucherinnen und Besucher im Tiergarten

20.09.2021 Seite drucken

Kein Geringerer als Friedrich Wilhelm I. kann nun am Rundwanderweg durch den Tiergarten bestaunt werden. Am Sonntag, den 19.09.2021, wurde die knapp vier Meter hohe Holzskulptur des Soldatenkönigs enthüllt. Sie gehört zum Skulpturenpfad, der sich durch das Naturschutzgebiet Tiergarten zieht.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek würdigte in ihrer Rede die Errungenschaften des Vaters von Friedrich II., der nicht nur die Stadtentwicklung vorantrieb, sondern auch die flächendeckende Schulpflicht einführte. Die Figur des Soldatenkönigs passe zudem perfekt in den Tiergarten. „Schließlich entstand dieses Areal im Jahr 1725 auf seinen Befehl“, so Michaela Wiezorek. Im Tiergarten frönte Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) seiner Jagdleidenschaft.

Außerdem hob die Bürgermeisterin die Leistung des Kettensägenkünstlers Roland Karl hervor, der die imposante Figur erschaffen hat. „Es ist bewundernswert, dass man so etwas aus Holz anfertigen kann.“ Michaela Wiezorek bedankte sich bei dem ehrenamtlichen Wanderwegewart Hans Rentmeister für sein Engagement zum Erhalt der hiesigen, insgesamt 13 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 120 Kilometern. Unterstützt wird er dabei von seiner Ehefrau Christiane, die ebenfalls als Wanderwegewartin aktiv ist. Auch Rainer Fricke vom Heimatverein Zernsdorf hat maßgeblichen Anteil an dem Skulpturenpfad-Projekt.

Die Idee dazu hatte das Ehepaar Rentmeister im Jahr 2013 während eines Urlaubs in Litauen. „Dort gab es einen Skulpturenpfad und wir dachten, dass diese Idee in Königs Wusterhausen auch Erfolg haben würde“, so Hans Rentmeister. Die erste Figur stand im Jahr 2015, mit dem Soldatenkönig sind es nun neun. In diesem Jahr soll am Husareneck die zehnte und vorerst letzte Skulptur – ein berittener Husar – aufgestellt werden. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt planerisch und finanziell.

Hans Rentmeister räumte ein, dass die Eichenholz-Darstellung des Soldatenkönigs diesem durchaus schmeichele. Denn Friedrich Wilhelm I. hatte mit seinen 1,65 Meter und mehr als 100 Kilogramm nicht gerade Gardemaß.

Zu finden ist die Holzskulptur im Tiergarten zwischen der L40 und dem Krimnicksee. Das Areal gehört dem Land Brandenburg und wird von der Revierförsterei Wüstemark verwaltet. Die Stadtverwaltung bedankt sich für die Unterstützung bei Revierförster Stephan Parsiegla.

 

Bildunterschrift:

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek mit den Beteiligten (v.l.): Stephan Parsiegla (Revierförster), Rainer Fricke sowie Hans Rentmeister (Wanderwegewart) und Roland Karl (Kettensägenkünstler). Foto: Reik Anton