Zwischen 1703 und 1706 - Friedrich war zwar schon "Hausherr" in Wusterhausen, aber noch nicht Regent in Preußen - wurden die beiden Kavalierhäuser errichten. Noch heute fassen sie den so genannten "cour d´honneur" ein. In beiden Häusern logierten die Kavaliere, die Gäste des Soldatenkönigs, um ihn zur Jagd zu begleiten und sich abends im Tabakskollegium zu versammeln. Über ein Jahrhundert nach der Zeit des Soldatenkönigs beschreibt Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg wie aus den geöffneten Fenstern der mit Rosen zugewachsenen Kavalierhäuser Musik herüber drang. Und auch heute prägt Musik das Angebot der im Mai 2004 neu eröffneten Kavalierhäuser. Eine Kammermusikreihe sowie musikalisch-literarische Veranstaltungen knüpfen an die musischen Begabungen des Kronprinzen, des späteren Friedrich des Großen, und seiner Schwester Wilhelmine an. Höhepunkt ist in jedem Jahr die „Musikalische Sommerakademie Schloss Königs Wusterhausen“. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, veranstaltet. Eingeladen sind die talentiertesten Musikstudenten aus aller Welt, um von den besten Dozenten Intensivunterricht zu erhalten. Eingerahmt wird die Akademie durch Workshops und zahlreiche öffentliche Konzerte. Und so wird wieder Musik aus den geöffneten Fenstern den Hof erfüllen ... Neben der Musik stehen regelmäßig Lesungen zu aktuellen und historischen Themen auf dem Programm. Eine freie Theaterschule findet im östlichen Kavalierhaus ihr Domizil. Kulturelle Veranstaltungen bereichern des Angebot ebenso wie Märkte, Sammlermessen und -börsen. Tagungen und Seminare runden das Programm ab und bieten den Gästen und Besuchern von Schloss und Garten Königs Wusterhausen eine Vielfalt neuer kultureller Erlebnisse.
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