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Rundfunkgeschichte
17.08.2009 Druckversion Artikel versenden
Ziemlich eng: So wurde 1920 für den Äther musiziert
Ziemlich eng: So wurde 1920 für den Äther musiziert Ziemlich eng: So wurde 1920 für den Äther musiziert
Zeit der Rundfunkpioniere

Schon 1911 wurden auf dem damaligen Windmühlenberg von Königs Wusterhausen durch ein Luftschiffer- und Telegraphenbataillon funktechnische Versuche durchgeführt. Der Erfolg dieser Versuche war Grund dafür, hier an dieser Stelle eine feste Militärfunkstation zu errichten.
1913 begann man mit den Arbeiten. Durch den ersten Weltkrieg kam es zwar zu Verzögerungen, aber 15. Juni 1915 wurde die erste Funkstation in Betrieb genommen. Mit dem Lichtbogensender wurden Heeresberichte übertragen, es wurden aber auch Telegramme ins Ausland versandt: Grundlage war das Morsealphabetes.
Im April 1917 wurden erste Versuche zur Übertragung von Sprache und Musik durchgeführt.
Nach Beendigung des ersten Weltkrieges übernahm die Deutsche Reichspost die ehemalige Militärfunkstation.
Unmittelbar danach wurde unter Leitung von Hans Bredow mit der Umrüstung der Sendeanlagen begonnen. So wurden Röhrensender aufgebaut, Empfangsanlagen in Berlin-Zehlendorf errichtet und die Antennenanlage um zwei weitere 100-Meter-Masten ergänzt.
1920 wurden viele Versuche zur Rundfunkübertragung mit Hilfe eines Lorenz-Lichtbogensenders unternommen: Am 22. Dezember 1920 wurde erstmals ein Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik ausgestrahlt.
Das war der Anfang: Noch bis 1926 wurden Sonntagskonzerte in Königs Wusterhausen produziert und gesendet.
Für die weitere technische Entwicklung reichte der Funkerberg nicht mehr aus. Und das, obschon hier mittlerweile drei voll ausgerüstete Sendehäuser, der 1925 erbaute 243 Meter Sendeturm und zwölf weitere 100 bis 210 m hohe Masten standen - einschließlich diverser Antennenanlagen.

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