Natalia Wörner beim Schlossgespräch in Königs Wusterhausen

25.11.2022 Seite drucken

Kriminalkommissarin, Diplomatin, Rechtsanwältin - Natalia Wörner ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen und häufig in der Rolle der engagierten, taffen Frau besetzt. Davon, dass sie auch im wirklichen Leben eine engagierte und taffe Frau ist, konnten sich die Besucher*innen des Schlossgesprächs am 12.11.2022 überzeugen.

Ihr Gesprächspartner im Königs Wusterhausener Rathaussaal war rbb-Moderator Uwe Madel, der – im Gegensatz zu Natalia Wörner, für die es der erste Besuch in Königs Wusterhausen war – seine Armeezeit in der Schenkendorfer Kaserne verbracht hat und die Stadt deshalb gut kennt.

„Ich versuche, Filme zu machen, die ich selber gerne angucken möchte“, erklärte Natalia Wörner die Wahl ihrer Rollen. Sie mag Filme, die dazu einladen, genau hinzuschauen. Inspiriert von der #Me Too-Debatte spielt sie in ihrem neuen Film eine Anwältin, die ein Opfer häuslicher Gewalt vertritt, diesem aber letztendlich nicht helfen kann. „Es gibt so viele Übergriffe, gerade während der Corona-Pandemie, deshalb ist häusliche Gewalt ein so wichtiges Thema“, so die Überzeugung der engagierten Schauspielerin. Auch privat setzt sich Natalia Wörner für die Opfer häuslicher Gewalt ein. Ziel ihrer Kampagne „#sicherheim“, die sie ins Leben gerufen hat, ist es, die Wahrnehmung der Menschen zu schärfen und den Betroffenen Perspektiven aufzuzeigen, die es ihnen ermöglichen, aktiv nach Hilfe zu suchen.

Gefragt, ob es denn eine Wunschrolle für sie gäbe, erklärte Natalia Wörner: “Ich würde gerne wieder einmal etwas Komödiantisches machen.“ Außerdem fände sie das Thema „Zeitreisen“toll und würde gerne eine Figur spielen, die durch die Epochen reist. „Ich bin gerade dabei, eine Geschichte zu entwickeln“, so Natalia Wörner. Man darf also gespannt sein.