Nicht mit UNS!

13.01.2015 Seite drucken

Auf einer Kundgebung in Königs Wusterhausen am 05.11.2010 protestierten Bürgerinnen und Bürger der künftig von Fluglärm betroffenen Gemeinden gegen die zu erwartende Belastung durch den Flughafen BBI.

Die B8-Initiative hatte zu der Veranstaltung vor dem Schloss aufgerufen. Rund 400 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und zeigten mit Plakaten und Transparenten deutlich ihren Unmut über die von der Deutschen Flugsicherung vorgestellten Flugrouten und die geplanten Nachtflüge von 22.00 bis 6.00 Uhr.

Bürgermeister Dr. Lutz Franzke als Sprecher der B8-Initiative sah die Versammlung der Fluglärmgegner als eine Vorbereitung auf die nächste Zusammenkunft der Fluglärmkommission, die am 08.11.2010 erstmals in erweiterter Besetzung stattfand. "Wir möchten Ihr Votum einholen, damit wir Ihre Anregungen beim nächsten Treffen der Fluglärmkommission vortragen können", so Dr. Franzke.

Neben den Bürgermeistern der B8-Initiative hatte sich auch Ministerpräsident Matthias Platzeck auf der Redner-Tribüne eingefunden. "Ich kann ihren Frust verstehen", versicherte Platzeck. Ein Baustopp jedoch, wie von vielen Bürgerinnen und Bürgern gefordert, sei in diesem Stadium nicht sinnvoll. "In Stuttgart wird gerade mit dem Bau begonnen", so Platzeck, "in Schönefeld sind wir mit dem Bau fast fertig." Er könne nicht versprechen, dass der Flughafen an diesem Standort keine Belastung mit sich bringt. Es werde jedoch alles dafür getan, diese so gering wie möglich zu halten. "Wir werden alles ausloten, um geeignete Flugrouten zu finden."

Der Ministerpräsident warnte davor, bei der Flugroutendiskussion zwischen Betroffenen erster und zweiter Klasse zu unterscheiden. Diese Aufgabe könne nur gemeinsam gelöst werden.

Auf der kommenden Sitzung der Fluglärmkommission am 13.12.2010 werden nach heutigem Stand mehr als 10 neue Vorschläge zur Ausgestaltung der Flugverfahren vorgestellt und abgewogen.