Information zur Situation Schulstandort Senzig

07.06.2018 Seite drucken

Die Stadtverwaltung informiert zur aktuellen Situation Schulstandort in der Lindenstraße in Senzig:

Im neuen Schuljahr 2018/2019 werden in Senzig zwei erste Klassen eingeschult. Zur Verfügung steht regulär jedoch nur ein Klassenraum.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den zusätzlichen Bedarf abzudecken. Der Musik- und der Fachraum für Naturwissenschaften soll nach Ansicht der Schulleitung nicht als Klassenraum umgenutzt werden.

Als Alternative könnte der große Gruppenraum im Hortgebäude (Bürgerhaus) – wie bereits in der Vergangenheit geschehen – ein zusätzlicher Klassenraum werden. Damit sind Einschränkungen in der Hortbetreuung verbunden. Entweder muss für diesen Raum eine sogenannte „Doppelnutzung“ (Unterricht und Hort) bei der Genehmigungsbehörde beantragt werden oder die beiden Computerräume im Schulgebäude müssen am Nachmittag dem Hort zur Verfügung stehen. Die Entscheidung darüber obliegt dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Ziel ist es, alle benötigten Hortplätze weiter am Standort zur Verfügung zu stellen.

Als weitere Lösungsmöglichkeit wird aus der Elternschaft heraus die Anschaffung weiterer Schulcontainer angestrebt. Die Stadtverwaltung respektiert diesen Wunsch, allerdings ist dies nach Prüfung aktuell nicht umsetzbar.

Die bereits angemieteten Container stehen auf einem zeitlich bis zum Jahr 2021 befristet gepachtetem Privatgrundstück. Eine Pachtverlängerung bis zur Fertigstellung des Schulneubaus GS Senzig wurde beim Eigentümer angefragt. Die Antwort steht noch aus.

Die Fläche ist ferner nicht ausreichend groß, um bei einer Annahme einer kontinuierlichen Zweizügigkeit der Schuljahre 2019/20 und 2021/2022 und dadurch weiterer zweier zusätzlich benötigter Klassenräume ausreichend viele Container aufstellen zu können. Eine Aufstockung der vorhandenen Container wiederum ist aus bautechnischen Gründen nicht möglich.

In unmittelbare Nähe der Schule käme nur der Dorfanger als Aufstellort weiterer Container in Betracht. Bei der ursprünglichen Suche nach einem geeigneten Standort wurde sich aufgrund der zu geringen Fläche damals dagegen entschieden. Aktuell wird diese Möglichkeit aber erneut geprüft.

Weiterhin könnte der Schulträger zur Sicherung der Schulpflicht auch die älteren Schulkinder (5. und 6. Klassen) ausgliedern und im Gebäude einer anderen Grundschule in städtischer Trägerschaft beschulen.

Denkbar wäre ferner eine Änderung der Schulbezirkssatzung. Bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes wären „Überschneidungsgebiete“ denkbar, so dass am Schulstandort Senzig ab 2019 nur eine erste Klasse eingeschult wird. Bei mehr als 30 Anmeldungen würden Senziger Schulanfänger also andere Grundschulen im Stadtgebiet aufsuchen. Entsprechend der vorliegenden Schülerentwicklung wären davon ab dem Schuljahr 2019/20 möglicherweise fünf bis acht Schülerinnen und Schüler betroffen.

Die Verwaltung wird den Stadtverordneten alle möglichen Varianten zur Beschlussfassung vorlegen.