Achtsamkeit bei der Wahl des Badeortes – Badedermatitis durch Zerkarien möglich

02.08.2018 Seite drucken

Trotz der ausgezeichneten Wasserqualität unserer Seen kann es ab Wassertemperaturen von 24 Grad zur größeren Vermehrung von Zerkarien kommen, besonders dort, wo sich viele Wasservögel aufhalten. Dadurch können sich Menschen, die hier schwimmen gehen, eine sogenannte Badedermatitis zuziehen. Zerkarien sind mikroskopisch kleine Larven von Würmern, die normalerweise in den inneren Organen von Wasservögeln leben. Die Wurmeier gelangen mit dem Vogelkot in das Wasser, wo sie von Schnecken aufgenommen und später als Larven in das Seewasser ausgeschieden werden. Zerkarien halten sich vorwiegend an der Wasseroberfläche auf und sterben nach 2-3 Tagen ab.

Sind Badegäste von einer Badedermatitis betroffen, können diese bereits nach 10 Minuten ein erstes Prickeln oder Jucken bemerken, später können mückenstichartige oder quaddelartige Hautreizungen auftreten. Das Verschlucken der Larven führt nicht zu einer Erkrankung. Die Hautirritationen ist zwar unangenehm, jedoch nicht gefährlich. Eine spezielle Behandlung ist daher nicht erforderlich.

Das Auftreten von Zerkarien steht in keinem Zusammenhang mit der hygienischen Wasserqualität der Badeseen.

Vorbeugung

  • Meiden von schilfreichen Wasserbereichen und Uferzonen beim Baden
  • keine Wasservögel an der Badestelle füttern
  • Sonnencreme erschwert das Eindringen der Zerkarien in die Haut
  • Nach dem Bad sollte sofort geduscht und die Badebekleidung gewechselt und ausgewaschen werden
  • die Haut nach dem Baden sorgfältig abtrocknen
  • bei stark juckenden Hautreizungen helfen juckreizlindernde Cremes und Hydrocortisonsalben aus der Apotheke
  • sollten ausgeprägte Beschwerden länger anhalten, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden