Die Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft wird 25

18.12.2018 Seite drucken

Schweres Gerät, meterlange Baugruben und aufgeschüttete Erdhügel, über die eine Drohne fliegt und die Baufortschritte festhält: Was sich auf dem Funkerberg seit vergangenem Sommer tut, wie es mit der Erschließung des Geländes vorangeht, zeigt ein Imagevideo, das erstmals bei der 25-Jahr-Feier der EBEG am Montag, den 17. Dezember 2018, präsentiert worden ist.

Die etwa 50 Gäste im Sitzungssaal des Rathauses Königs Wusterhausen erfuhren, wie aufwendig die Erschließung des Areals – genauer des ersten Bauabschnittes – ist. Olaf Hoffman vom Sachgebiet Tiefbau der Stadtverwaltung und EBEG-Geschäftsführer Klaus Schmuck erklären im Video unter anderem, dass im ersten Bauabschnitt drei Straßen gebaut werden und das Regenwasser künftig über unterirdische Rigolen versickern kann.

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat nutzte die 25-Jahr-Feier der EBEG, um inne zu halten und zurück zu schauen. „1993 befand sich das Land und auch die Stadt in einer tiefen Rezession. Heute liegt die Arbeitslosigkeit in KW in niedrigen einstelligen Prozentbereich und von einer Rezession ist nichts zu spüren.“ Den positiven Trend verdeutlichen auch weitere Zahlen: War die Bevölkerungsprognose für die Rundfunkstadt damals noch recht düster, freut sich Königs Wusterhausen seit geraumer Zeit über steten Zuwachs. „Jährlich stellen wir 300 Baugenehmigungen aus, verfügen über den größten Binnenhafen Brandenburgs und die lokale Wirtschaft befindet sich auf einem guten Weg. Und auf dem Funkerberg sollen moderne Technologien entwickelt werden“, schlug Swen Ennullat einen Bogen zum 107 000 Quadratmeter großen Technologiepark. Für dessen Entwicklung, wie auch die Vermarktung des gesamten Funkerbergs, zeichnet die EBEG verantwortlich. Etwa sieben Millionen Euro habe die Erschließung des Funkerbergs bisher gekostet, so der Bürgermeister. „Und die Grundstücke sind stark nachgefragt. Nicht nur die in der ersten, auch die in Reihe zwei und drei.“

Doch ohne engagierte Macher wäre die EBEG nicht die wichtige Stütze, die sie heute ist. Maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte hat Wieland Klingler. „Als Baudezernent hast du nach 1990 einen wesentlichen Anteil daran, dass die EBEG gegründet werden konnte“, würdigte Klaus Schmuck die Leistung Wieland Klinglers, der im Laufe der Jubiläumsfeier auch den silbernen Brandenburg-Orden aus den Händen von Swen Ennullat und dem Langen Kerl Detlef Wachs erhielt. Ebenso fest verbunden mit der Geschichte der EBEG und des Funkerbergs ist Rosemarie Matter. Sie war viele Jahre Mitglied des Vorstands des Fördervereins und ist noch heute sehr engagiert. So führt sie Besucher durch das Sender- und Funktechnikmuseum, das jährlich rund 5.000 Interessierte begrüßt. Darüber hinaus bildete sie früher die Facharbeiter für Nachrichtentechnik an der Funkschule aus. Rosemarie Matter und Wieland Klingler wurden für ihre Verdienste geehrt.

Glückwünsche für die EBEG überbrachte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke, für die Königs Wusterhausen zu den spannendsten Städten Brandenburgs gehört. „Der neue Technologiepark hat die Chance, künftig die Digitalisierung abzubilden und innovative Wege aufzuzeigen.“ Und wie es sich für einen Jubilar gehört, bekam die EBEG auch Glückwünsche und Geschenke. So überreichte Cornelia Bewernick von der IHK Cottbus eine Jubiläumsurkunde an EBEG-Geschäftsführer Klaus Schmuck.

Für ihre Verdienste um die EBEG wurden Rosemarie Matter und Wieland Klingler von EBEG-Geschäftsführer Klaus Schmuck (l.) und Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (r.) geehrt. Foto: Reik Anton