Landkreis ist bei Jugendarbeit in der Pflicht

01.02.2019 Seite drucken

Die Stadt Königs Wusterhausen begrüßt den Bericht in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ vom 30.1.2019 (S. 14), in dem der bauliche Zustand der städtischen Jugendclubs beleuchtet wird. „Das Thema ist zwar nicht neu, sondern wird schon seit Langem auch auf politischer Ebene diskutiert. Aber passiert ist seit der Bedarfsanalyse vom vergangenen Jahr leider nicht viel“, sagt Bürgermeister Swen Ennullat in Richtung des Landkreises Dahme-Spreewald. Dieser ist als örtlicher Träger der Jugendhilfe laut §§ 11 und 13 Sozialgesetzbuch VIII in der Pflicht, den Kindern und Jugendlichen ein angemessenes Umfeld zu bieten.

Als im November 2018 im städtischen Jugend- und Sozialausschuss die Bedarfsanalyse eines externen Experten vorgestellt wurde, waren auch Vertreter des Landkreises zugegen. „Wir haben uns kurz darauf natürlich auch an den Landkreis gewandt, um Lösungen zu finden. Ein Schreiben ging im Dezember 2018 an den Landrat. Darin bitten wir den Landkreis um Unterstützung, Einrichtungen zu schaffen, die den Qualitätsstandards entsprechen“, so Swen Ennullat. Allerdings liegen bisher noch keine Ergebnisse vor. „Der Kreis ist in der Pflicht. Wir sind nicht schuld an der Lage aber wir wollen gern mithelfen, die Lage zu verbessern. Jugendsozialarbeit hat einen hohen Stellenwert in der größten Stadt in Dahme-Spreewald.“ Die Bedarfsanalyse zur Jugendarbeit zahlte die Stadt freiwillig zur Hälfte mit. Die anderen 50 Prozent kamen vom Landkreis.