Richtigstellung des MAZ-Artikels zum möglichen Kunstrasenplatz Zeesen vom 7.3.2019

07.03.2019 Seite drucken

Im Folgenden sieht sich die Stadt Königs Wusterhausen gezwungen, die im MAZ-Artikel "So führt die Stadt einen Sportverein an der Nase herum“ (Online) und „Kunstrasenplatz in Zeesen ungewiss“ (Printausgabe vom 7.3.2019) getätigten unwahren Behauptungen richtigzustellen. Der Artikel befasst sich mit dem möglichen Bau eines Kunstrasenplatzes für den FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen e.V..

So heißt es in dem Artikel: „Der neue Kämmerer Axel Böhm hat soeben die 900.000 Euro wieder aus dem Haushalt gestrichen, die für den Bau des Platzes eingeplant waren“. Richtig ist, dass nicht ein Kämmerer über den Haushalt entscheidet, sondern die Stadtverordnetenversammlung. Außerdem sind für dieses Projekt derzeit 800.000 Euro im laufenden Haushaltsjahr eingestellt.

Mit dem Verein gab es im vergangenen Jahr diverse Gespräche zu dessen finanzieller Situation sowie zur Gewährleistung der langfristigen Unterhaltung eines möglichen Kunstrasenplatzes. So bestehen noch hohe offene Verbindlichkeiten bei der Stadt. Auch die Ansichten bei den Unterhaltungskosten, die vom Verein aufzubringen wären, liegen weit auseinander.

Darüber hinaus lehnt es der Verein weiter ab, selbst für das Projekt Verantwortung zu übernehmen. So wurde unter anderem eine Förderung von mehr als 100.000 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm Sportstättenbau ausgeschlagen. Die Stadt war bereit, den Eigenanteil des Vereins im Rahmen der Förderbedingungen zu übernehmen.

Zum Zitat „Die Eintracht musste Anfang der 2000er Jahre dem Bau der Dinterhalle am Stadion der Freundschaft weichen. Als Ersatz sollte sie einen Kunstrasenplatz in der Spiel- und Trainingsstätte in Zeesen bekommen“ wird klargestellt, dass es keine aktenkundigen Versprechungen im Zusammenhang mit dem Bau der Paul-Dinter-Halle in diese Richtung gab.

Als Kompensation für den Wegfall des Hartplatzes wurden dem Verein von Seiten der Stadt ihrerseits zwei Alternativen angeboten. Erstens, die Stadt baut im Stadion der Freundschaft einen normgerechten Kunstrasenplatz oder sie erwirbt das Trainingsgelände in Zeesen. Der Verein entschied sich damals für Zeesen und damit für die zweite Option.

Im Übrigen wird an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass pflichtige Aufgaben Vorrang vor freiwilligen Aufgaben haben. Es wird derzeit geprüft, wo im Zusammenhang mit der Errichtung neuer dringend notwendiger Schulsportanlagen Kunstrasenplätze geschaffen werden. Diese werden außerhalb der Schulzeiten auch allen Vereinen zur Verfügung gestellt.

Wie aber auch bekannt ist, wurde der Stadt bei der Aufstellung des Haushalts 2019 durch den Landrat die Genehmigung von Kreditaufnahmen für Investitionen nicht in Aussicht gestellt. Die Folge ist, dass alle Ausgaben für Investitionen auf den Prüfstand gestellt werden. Bei eingeplanten Projekten wird nochmals strengstens auf die effektive Auslastung und die nachhaltige Sicherung der Investition geachtet.