Dach und Unterbau der Dahmebrücke sind verbunden

21.06.2019 Seite drucken

Die Arbeiten an der neuen Rad- und Fußgängerbrücke über die Dahme laufen auf Hochtouren. Im Hafen Königs Wusterhausen liegt das etwa 60 Meter lange Bauwerk. Das Dach und der Stahlunterbau sind bereits miteinander verbunden worden. Wie geplant, soll Mitte Juli die Dahmebrücke eingeschwommen werden, das heißt, sie wird an Land aufgenommen und mit Hilfe von Pontons auf dem Wasser zu ihrer Endposition gebracht und am alten Standort wieder eingebaut. Dies übernimmt eine Spezialfirma aus den Niederlanden.

Dann sind Anschlussarbeiten an den jeweiligen Brückenüberfahrten erforderlich. Erst wenn diese Arbeiten beendet sind, kann die Brücke zur Nutzung freigegeben werden. Mit der Mitteilung über das Einschwimmen werden die Bürgerinnen und Bürger auch über den konkreten Fertigstellungstermin informiert.

Die Brücke erhielt einen neuen Stahlunterbau. Auch der Bodenbelag ist neu. Er besteht, wie auch die Diagonalverstrebungen, aus zertifizierter Hochgebirgslärche. Damit Passantinnen und Passanten auch bei Regen und Kälte besseren Halt während der Überquerung haben, wurde der Bodenbelag mit einem Antirutsch-System ausgerüstet. Es besteht aus schmalen Kunststoffstreifen, die mit einem Granulat beschichtet sind und dadurch für eine rauere Oberfläche sorgen. Das Brückengeländer ist mit 1,30 Meter etwas höher als früher und entspricht den neuen gesetzlichen Bestimmungen.

Eine weitere Neuerung werden die Bürgerinnen und Bürger wohl schon aus der Ferne erkennen: Die Dahmebrücke erscheint nun in einem dezenten, zur Stahlkonstruktion passenden, Grauton. Der blaue Anstrich erwies sich im Lauf der Zeit als unpraktisch und sorgte durch Verkreidungen für schmutzige Hände.

Auch an den Brückenanschlüssen direkt neben der L30 werden Arbeiten vorgenommen. So werden u.a. die Geländer an den Zufahrten zur künftigen Brücke mit einer neuen Beschichtung gegen Rost geschützt.

Die zirka 90 Tonnen schwere Rad- und Fußgängerbrücke ist zu Zweidrittel neu, lediglich die Dachkonstruktion konnte wieder verwendet werden. Die Planungs- und Baukosten werden voraussichtlich rund 1,4 Millionen Euro betragen. Die Kommunen Königs Wusterhausen und Wildau teilen sich diese Summe je zur Hälfte. Ein Teil der Kosten wird über Fördermittel finanziert.

 

Bildunterschrift:

Derzeit wird die Brücke im Hafen Königs Wusterhausen zusammengebaut. Foto: Reik Anton