Maßnahmen gegen Pilzbefall bei städtischen Platanen

18.06.2020 Seite drucken

Die Platanen im Stadtgebiet haben in diesem Jahr mit zwei Pilzen zu kämpfen. Zum einen handelt es sich um den Massariaerreger, der die alten Platanen befallen hat. Zum anderen ist an den Bäumen die sogenannte Blattbräune zu sehen, die von einem Pilz namens Apiognomonia veneta hervorgerufen wird.

Der Massariaerreger (Splanchnonema platani) verbreitet sich seit 2004 innerhalb Deutschlands von Süden nach Norden. Äste verschiedenster Größe der unteren und inneren Krone sterben schnell ab und fallen herunter. Die Symptome der Baumerkrankung sind vom Boden aus schwer erkennbar. Deshalb wird ein Unternehmen im Auftrag der Stadtverwaltung zwei- bis dreimal im Jahr die Bäume mit einer Hebebühne untersuchen und die toten Äste entfernen. Dieser Einsatz verursacht Mehrkosten.

Die Blattbräune (Apiognomonia veneta) verhindert in diesem Jahr eine üppige Belaubung an den Platanen. Die Blätter werden braun, kräuseln sich zusammen und fallen herunter. Vor allem in feuchten Sommern bereitet der Pilz Probleme. Er überwintert im abgefallenen Laub. Dieses sollte daher unbedingt zusammengetragen und entfernt werden. Es kann in einer Kompostieranlage abgegeben werden. Wenn das Laub – und damit der Pilz – entsprechend beseitigt wurde, kann die Platane schon nach dem Johannesaustrieb wieder in voller Pracht stehen.