Aktuelle Informationen des Seniorenbeirates

08.04.2022 Seite drucken

Aktuelle Informationen des Seniorenbeirates

Informationen über die Schleusenbrücke Neue Mühle - eingeholt vom Seniorenbeirat beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt

Vor kurzem wandte sich ein Bürger aus Königs Wusterhausen an den Seniorenbeirat mit der Bitte, sich weiterhin für die Herstellung der Barrierefreiheit an der Schleusenbrücke (Klapp-brücke) Neue Mühle einzusetzen, nachdem er folgenden Vorfall geschildert hatte: Seine 88-jährige Großmutter wurde während der Passage der Schleusenbrücke von einem Autofahrer bedrängt und angehupt, als sie mit ihrem Elektro-Seniorenmobil von dem für das Mobil zu schmalen Bürgersteig an der Brücke gezwungenermaßen auf die Fahrbahn überwechseln musste. Nunmehr scheut sie sich generell, die Brücke zu passieren.

Da für den technischen Zustand der Schleusenbrücke das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zuständig ist, sah sich der Seniorenbeirat auf Grund dieses Vorfalles veranlasst, sich erneut an dasselbe zu wenden. In einem Anschreiben bemerkte er zunächst, dass die nunmehr abgeschlossene Sanierung der Brücke für die Nutzer weder Barrierefreiheit noch irgendeine andere Verbesserung gegenüber dem Nutzungszustand vor der Sanierung mit sich brachte. Das Passieren der Brücke ist weder für Fußgänger oder Radfahrer, gleichermaßen ob gesund oder behindert, noch für Autofahrer gefahrlos. An das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurde die Frage gestellt, wie lange dieser, nicht zeitgemäße Zustand noch bestehen bleiben soll. Wann wird diese Brücke in einen für alle gefahrloser passierbaren und barrierefreien Zustand überführt (?), lautete die konkrete Frage.

In seinem Antwortschreiben gab das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt folgendes an:

  • Die sanierte Klappbrücke ermöglicht bis zum Jahr 2033 einen sicheren Betrieb. Bis dahin sind durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt keine weiteren Maßnahmen geplant.
  • Die Planung für den Brückenneubau beginnt ab 2030. Dann muss auch die Barrierefreiheit beachtet werden.

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass mit Barrierefreiheit der Brücke nicht vor dem Jahr 2034 zu rechnen ist. Viele von uns Senioren werden somit eine barrierefreie Klappbrücke an der Schleuse Neue Mühle nicht mehr erleben.