Verwaltung und Feuerwehr üben gemeinsam für Katastrophenszenario
Aufbau des Katastrophenschutz-Leuchtturms im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls
Zwei Monate nach der ersten Übung zum Thema Katastrophenschutz-Leuchtturm fand in der Paul-Dinter-Halle am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, die zweite Übung statt. Diesmal probten Feuerwehr und Verwaltung gemeinsam, wie der Leuchtturm in Betrieb genommen wird. Die Herausforderung bestand diesmal nicht nur die Paul-Dinter-Halle mit Strom zu versorgen, sondern die insgesamt sieben Stationen aufzubauen, an denen die Menschen Unterstützung erhalten können – sollte es zu einem langfristigen flächendeckenden Stromausfall kommen.
Kurz nach sieben Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Neben den Freiwilligen Feuerwehren Königs Wusterhausen und Zernsdorf waren auch Verwaltungsmitarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen des DRK und zwei Notfallseelsorger vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Bestensee half unkompliziert und kurzfristig mit einem Fahrzeug aus, das in Königs Wusterhausen nicht ausrücken konnte. Koordiniert wurde die Übung durch die Amtsleiterin für Ordnung, Sicherheit und Bürgerdienste Kora Wehlmann, dem Sachgebietsleiter Brandschutz Jörn Bienge-Stutzki sowie dem Stadtwehrführer Lars Hengelhaupt mit seinem Vertreter Sven Hüttel.
Im Fall eines Stromausfalls sind Stift und Papier immer einsatzbereit.
Stadt Königs Wusterhausen
Zum ersten Mal öffneten die Teams an den einzelnen Stationen die vorbereiteten Boxen mit dem notwendigen Material. Mikrowellen wurden aufgebaut, Stromkabel verlegt, Verteiler angeschlossen, Fragebögen und Stifte bereitgelegt und ein Satellitentelefon für die Kommunikation aufgebaut. Beobachter aus der Gemeinde Bestensee, Heidesee und der Polizei Königs Wusterhausen dokumentierten den Ablauf. Auch die Teams selbst waren gefragt, Hinweise für Verbesserungen weiterzugeben. Nach fünf Stunden war die Übung beendet, das Material verstaut.
Die erste Auswertung erfolgte bereits während der Übung. Für die detaillierte Analyse setzten sich Beobachter und Kora Wehlmann zusammen. Klar ist: Die Übung war ein Erfolg, selbst wenn noch nicht alles perfekt lief. Aber genau darum geht es – Potenziale erkennen, um Lösungen vorzudenken. Das Zusammenspiel der Verwaltungsmitarbeiter aus den verschiedenen Sachgebieten harmonierte sehr gut.
Die Übungsleitung bedankt sich ausdrücklich bei den Freiwilligen Feuerwehren von Königs Wusterhausen, Zernsdorf und Bestensee sowie bei den Beobachtern für ihr Engagement und die sehr gute Zusammenarbeit.
Für das laufende Jahr sind weitere Übungen geplant, bei denen der Schwierigkeitsgrad schrittweise erhöht wird.
Hintergrund:
Auf einen Krisenfall, wie er sich beispielsweise während eines länger andauernden Stromausfalls ergibt, will die Stadt Königs Wusterhausen vorbereitet sein, um den Bürgerinnen und Bürgern Anlaufstellen für Hilfe und Informationen zur Verfügung zu stellen. Bereits im vergangenen Jahr wurde dafür ein Flyer mit entsprechenden Informationen erstellt. Dieser ist auf der Homepage einsehbar und liegt im Bürgerservice, beim Ordnungsamt und der Feuerwehr der Stadt Königs Wusterhausen aus. Die Übungen sind nötig, damit im Krisenfall die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, der Stadt und den Mitarbeitern im Krisenstab reibungslos klappt.
Weitere Informationen gibt es auf der Stadt-Homepage: Informationen zum Bevölkerungsschutz
Jeder Haushalt sollte sich allerdings selbst für einen Katastrophenfall ausstatten, um für sich zu sorgen.
