Rathaus
Stadtverwaltung
Stadt Königs Wusterhausen
Im Jahr 2014 bezog die Verwaltung der Stadt Königs Wusterhausen ein neues Rathausgebäude. Seitdem arbeiten rund 200 Mitarbeiter*innen der Kernverwaltung in den Häusern A, B und C in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses. Insgesamt arbeiten bei der Stadt ca. 700 Mitarbeiter.
Bürgermeisterin
Dezernat I – Bildung und Digitale Verwaltung
Dezernat II – Bürgerdienste Ordnung und Finanzen
- Amtsleitung Finanzen
- Haushalt
- Stadtkasse
- Steuern
Dezernat III – Bauen und Stadtentwicklung
Ortsrecht und Satzungen
Ausschreibungen
Fotoclub Schwarz-Weiß
Bekanntmachungen
Bekanntmachungen der Bürgermeisterin werden entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Königs Wusterhausen auf der Homepage der Stadt Königs Wusterhausen bekanntgemacht. Sie sind direkt über den Link
www.koenigs-wusterhausen.de/bekanntmachungen zu erreichen.
Publikationen
Die letzten Jahrgänge der Publikationen der Stadt, "Rathaus aktuell" und das "Amtsblatt für die Stadt Königs Wusterhausen" stehen zum Download bereit.
Termine für das Jahr 2026
Mayors for Peace
Seit Oktober 2017 ist die Stadt Königs Wusterhausen Mitglied bei "Mayors for Peace". "Mayors for Peace" ist eine internationale Organisation von Städten, die sich der Friedensarbeit, insbesondere der atomaren Abrüstung, verschrieben haben. Die Organisation wurde 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet.
Die Flagge der Vereinigung weht ganzjährig vor dem Rathaus der Stadt und wird zu besonderen Anlässen erneut gehisst. So setzen am 8. Juli jedes Jahres bundesweit Bürgermeister*innen vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. An dieser Stelle informieren wir regelmäßig über weitere Aktionen der "Mayors for Peace".
Weitere Informationen zur deutschen Abteilung der "Mayors for Peace" finden Sie unter dem untenstehenden Link.
Aktivitäten im Jahr 2026
Vor fünf Jahren am 22. Januar 2021 trat der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft, an dessen Entstehung die internationale Vereinigung der Mayors for Peace mitgewirkt hat. Der Vertrag gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Er verbietet die Entwicklung, Produktion, Lagerung und den Einsatz von Atomwaffen weltweit. Bisher haben 73 Staaten den Vertrag ratifiziert – Deutschland ist noch nicht darunter. Das weltweit agierende Städtebündnis der Mayors for Peace wirbt für den Beitritt weiterer Staaten, auch Deutschlands.
Anlässlich des Auslaufens des "New START-Vertrags" zwischen den USA und Russland Anfang Februar 2026 sprachen europäische Mitglieder der Mayors for Peace auf einer Videokonferenz miteinander. Da ein Nachfolgevertrag für die Begrenzung strategischer Nuklearwaffen nicht in Sicht ist, stand die Frage im Mittelpunkt, was Städte im Bündnis der Mayors for Peace dazu beitragen können, eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen.
Zum Flaggentag am 8. Juli 2026, wird die Flagge der Mayors for Peace in den Mitgliedsstädten gehisst. In Königs Wusterhausen will Bürgermeisterin Michaela Wiezorek wieder persönlich dabei sein. In diesem Jahr jährt sich die Veröffentlichung des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs zum 30. Mal. Dieser stellte am 8. Juli 1996 fest, dass die Androhung und Verwendung von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstößt. Dieses Gutachten ist die Grundlage für die Aktivitäten der Mayors for Peace, die sich für die weltweite nukleare Abrüstung einsetzen.
Weitere Gedenktage sind der 6. und 9. August in Erinnerung an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.
Origami-Kraniche für eine Welt ohne Atomwaffen
Fleißig haben die Königs Wusterhausener Hortkinder aus buntem Papier über 300 Kraniche gefaltet. Anlass war die Reise der Bürgermeisterin Michaela Wiezorek nach Hiroshima und Nagasaki im August dieses Jahres. Sie nahm dort an den Gedenkfeiern zum 80. Jahrestages der Atombombenabwürfe teil.
Kraniche gelten in Japan als Symbol für Frieden, Glück und Wohlstand. Die Origami-Kraniche sind eng mit der Geschichte des Mädchens Sadako Sasaki verbunden. Sie überlebte als Kleinkind den Atombombenabwurf am 6. August 1945. Fast zehn Jahre später erkrankte sie an Leukämie. Im Krankenhaus setzte sie ihre Hoffnung auf die japanische Legende, nach der derjenige, der 1000 Kraniche faltet von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt. Tatsächlich gelang es ihr über 1000 Kraniche zu falten und auf Genesung zu hoffen. Im Oktober 1955 starb Sadako Sasaki an den Folgen der durch die atomare Strahlung ausgelösten Leukämie.
Seitdem sind die Origami-Kraniche mit ihrer Geschichte verbunden und zu einem Zeichen für den Frieden sowie für die Ächtung und Abschaffung der Atomwaffen geworden. In Königs Wusterhausen falteten die Hortkinder mit dem Wissen um Sadako Sasakis Geschichte die Kraniche. Die Anregung gab die Stadtverordnete Birgit Uhlworm. Sie stattete die Horte auch mit dem Material und Unterlagen aus. Ursprünglich sollten die Origami-Kraniche als Geschenk mit nach Japan reisen, doch die Gepäckbestimmungen ließen das nicht zu.
Um die Arbeit der Kinder zu würdigen und den Appell der „Mayors for Peace“ zur weltweiten Abschaffung der Atomwaffen Ausdruck zu verleihen, zieren die farbigen Origami-Kraniche jetzt das Rathaus. Im Verbindungsgang zwischen Haus A und B können sich Besucherinnen und Besucher an der Arbeit der Kinder freuen und sich über das Anliegen informieren.
Bewegende Erlebnisse in Hiroshima und Nagasaki
Die Bürgermeisterin reiste zur Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestags der Atombombenabwürfe
Liebe Bürgerinnen uns Bürger,
die Sommerferien liegen hinter uns, der Alltag kehrt zurück. Auch ich habe eine Reise unternommen – nicht zur Erholung.
Mein Aufenthalt in Japan war von einem ernsten und bewegenden Anlass geprägt: dem Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August 1945 und auf Nagasaki am 9. August 1945. Gleichzeitig war ich Teilnehmerin der 11. Generalkonferenz von „Mayors for Peace“. Mittlerweile setzen sich etwa 8.500 Städte in dem globalen Netzwerk für Frieden, Dialog und die weltweite Beseitigung von Atomwaffen ein.
Die Blumenzere-monie am Kenotaph im Friedens-park in Hiroshima
Als Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen war es für mich ein besonderes Bedürfnis, dort präsent zu sein. Es erfüllte mich mit Stolz, unsere Stadt vertreten zu dürfen, aber noch mehr mit Demut angesichts der Verantwortung, die wir gerade in Zeiten wachsender Spannungen und welt-weiter Konflikte tragen. In Hiroshima und Nagasaki wurde mir in unmittel-barer Begegnung mit den Überleben-den – den Hibakusha – auf erschütternde Weise bewusst, was der Einsatz einer Atombombe bedeutet: unermessliches Leid, das bis heute nachwirkt.
Die Tränen derer, die uns – aus Deutschland angereist – begrüßten, weil wir die Opfer nicht vergessen, haben mich tief bewegt. Es ist etwas anderes, das Ausmaß dieser Katastrophe vor Ort zu sehen, zu spüren und mit den Betroffenen zu sprechen, als nur aus der Ferne darüber zu reden. Auf der Konferenz wurde der Nagasaki Appell 2025 verabschiedet, der die Dringlichkeit der nuklearen Abrüstung
betont. Er fordert eindringlich, dass die Atomwaffenstaaten ihre Verpflichtungen
aus dem Nichtverbreitungsvertrag (NPT) endlich ernst nehmen und konkrete Schritte zur Abrüstung einleiten. Er ruft die Mitgliedsstädte auf, durch Bildungsarbeit, Erinnerungskultur und kommunales Engagement Friedenspolitik
greifbar zu machen. Ich habe die klare Botschaft mitgenommen:
Frieden beginnt vor Ort – in unseren Städten und Gemeinden, in unseren Schulen, Vereinen und Nachbarschaften.
Genbaku-Kuppel, Friedensdenk-mal in Hiroshima
Grundschulkinder aus Hiroshima hielten eine bewegende Rede
Gerade jetzt, da im Bundestag über „Kriegstauglichkeit“ diskutiert wird und die Verteidigungsausgaben einen neuen Höchststand erreichen, sehe ich es als meine Pflicht, über symbolische Zeichen hinaus aktiv für Frieden und Verständigung einzutreten. Die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki darf nicht nur an Jahrestagen lebendig werden, sondern muss dauerhaft Mahnung und Auftrag für unser Handeln sein.
Friedliches Miteinander beginnt im Kleinen. In einer Zeit, in der die eigene Meinung manchmal wichtiger erscheint als der respektvolle Austausch, und in der wir erleben, dassAndersdenkende angefeindet werden, müssen wir klar machen: Demokratie ist die unverzichtbare Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.
In Königs Wusterhausen leisten Projekte wie Helden oder Feiglinge oder der Demokratietag wertvolle Beiträge dazu, jungen Menschen die Bedeutung von Demokratie und Verantwortung zu vermitteln. Gemeinsam mit meinem Amtskollegen Oliver Borchert aus Wandlitz, der ebenfalls an der Konferenz teilgenommen hat, möchten wir die Themen von Hiroshima und Nagasaki auch in
den Städte- und Gemeindebund einbringen. Die Mitgliedskommunen von „Mayors for Peace“ haben die Chance und die Verantwortung, eigene Beiträge
für den Erhalt des Friedens zu leisten.
Christian Specht, Bürgermeister von Mannheim, Bürgermeisterin Michaela Wiezorek, Oliver Borchert , Bürgermeister von Wandlitz (v.l.)
Meine Reise nach Japan war ein intensives und zutiefst bewegendes Erlebnis. Sie hat mich darin bestärkt, dass Friedenspolitik nicht allein Sache
der Staaten ist, sondern auch auf kommunaler Ebene entschieden
vorangetrieben werden muss. Königs Wusterhausen wird Teil dieser weltweiten Bewegung bleiben und ein klares Zeichen für Frieden und Menschlichkeit setzen.
- Nagasaki Appeal, adopted at the 11. General Conference of Mayors for Peace
- Nagasaki Appell verabschiedet auf der 11. Generalkonferenz der Mayors for Peace
- Commitment to Peace - Speech of two Children
- Engagement für den Frieden - Rede zweier Kinder
- Letter of gratitude from the mayors of Hiroshima and Nagasaki
- Dankesbrief der Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki







