Fünfter Ortsteilspaziergang führt nach Diepensee

In Königs Wusterhausens jüngstem Ortsteil tauschten sich fast 20 Anwohnerinnen und Anwohner sich mit Bürgermeisterin Michaela Wiezorek und Fachleuten aus der Verwaltung aus. Von Photovoltaikanlage über Eigenheimstandorte bis hin zu Verkehrssicherheit reichten die Themen.

Der Ortsteilspaziergang in Diepensee begann und endete vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Hier wurde über das Thema Photovoltaik gesprochen.

Bereits zum fünften Mal lud die Stadt Königs Wusterhausen zum gemeinsamen Ortsteilspaziergang mit Bürgermeisterin Michaela Wiezorek ein. Bei schönstem Spätsommerwetter war der jüngste Ortsteil Königs Wusterhausens, Diepensee, am vergangenen Samstag an der Reihe. Knapp 20 Anwohnerinnen und Anwohner hatten sich am Treffpunkt am Dorfgemeinschaftshaus eingefunden, um in einen regen Austausch mit der Bürgermeisterin zu treten. Zur „Verstärkung“ hatte Wiezorek auch für diesen Rundgang wieder kompetente Ansprechpartner der Stadtverwaltung aus den Bereichen Stadtentwicklung, Öffentliches Grün und Friedhöfe, Tiefbau sowie Bildung und Finanzen dabei. 

„Ich freue mich, Sie hier an Dorfgemeinschaftshaus begrüßen zu können. Das ist ein Gebäude, auf das einige andere Ortsteile durchaus mit ein bisschen Neid blicken, stellte Bürgermeisterin Wiezorek mit einem Augenzwinkern fest. Ortsvorsteher Michael Gleißner nutzte die Gelegenheit, erneut den Wunsch des Ortes zur Errichtung einer Photovoltaik-Anlage am Dorfgemeinschaftshaus an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu adressieren. Hier zeigte sich die Stadt offen. So wurde bereits in einem ersten Schritt die Erstellung eines Energieausweises beauftragt, um die energetische Situation zunächst zu erfassen. 

Vorbereitung für künftige Baugrundstücke 

Ein weiteres Thema, das die Diepenseer bewegt, ist die Nutzung der Freifläche direkt gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus. Auf diesem der Stadt gehörenden Grundstück ist der Bau von vier Einfamilienhäusern nach dem Einheimischen-Modell geplant. Angela Zybell, Amtsleiterin Stadtentwicklung, Liegenschaften und Grünflächen, gab hier einen kurzen Überblick über den derzeitigen Planungsstand. Voraussichtlich im kommenden Jahr soll in Diepensee mit der Ausschreibung zunächst nur eines Grundstückes nach diesem Modell begonnen werden, um mögliche Fehler noch unkompliziert ausräumen zu können. 

Vom Dorfgemeinschaftshaus führte der Spaziergang als erstes zum Friedhof Diepensee. Michael Gleißner wies hier auf die Geschichte des Friedhofs hin und führte die Teilnehmer zu einem erst kürzlich fertiggestellten anonymen Urnenfeld für Diepenseer und Deutsch Wusterhausener. Thomas Neuendorf, Sachgebietsleiter Öffentliches Grün und Friedhöfe, beantwortete anschließend Fragen zu Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen auf dem Friedhofsgelände.

Immer ​ein Thema: Raser in den Ortschaften

Danach ging es weiter zu Streuobstwiese zwischen „An der Koppel“ und „Hoherlehmer Straße“. Hier kam es zu einem regen Austausch zu den Themen Baumpflege und Maat. Bürgermeisterin Wiezorek machte an dieser Stelle deutlich, dass insbesondere beim Thema Mähen die Schwerpunkte von der Stadt anders gesetzt werden müssen. „Flächen, bei denen eine Verkehrssicherungspflicht besteht, haben hier ganz klar Vorrang“, so die Bürgermeisterin. Auch beim Thema Obstbaumschnitt appellierte Wiezorek an die Eigeninitiative der Bürger. „Die Stadt wird sich angesichts der Haushaltslage immer weiter auf ihre Pflichtaufgaben konzentrieren müssen.“

Auch am nächsten Punkt des Spaziergangs kam es zu lebhaften Diskussionen: Die Hoherlehmer Straße scheint für viele Verkehrsteilnehmer nach wie vor eine Einladung für Geschwindigkeitsüberschreitungen zu sein. Die vom Ordnungsamt verwalteten Geschwindigkeitsanzeigetafeln, die regelmäßig wechselnd an der Hoherlehmer Straße und „Am Flutgraben“ aufgestellt werden, halten offenbar viele Verkehrsteilnehmer nicht davon ab zu rasen. Gleißner berichtete, dass teilweise Geschwindigkeiten von 90 km/h gemessen werden – erlaubt sind 30 km/h. 

Zum Abschluss der gemeinsamen Wanderung ging es zurück zum Dorfgemeinschaftshaus, wo ein kleiner Imbiss auf die Teilnehmer wartete. Auch hier standen Wiezorek und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in gemütlicher Runde weiterhin für Fragen der Bürger zur Verfügung. So endete der Ortsteilspaziergang in Diepensee mit vielen Anregungen und Ideen und einem für beide Seiten konstruktiven Austausch.  

Der fünfte Ortsteilspaziergang fand in Diepensee statt. Verwaltungsmitarbeiter*innen und Einwohner*innen kamen ins Gespräch.