Erster Spatenstich für das neue Ausbildungszentrum der Handwerkskammer in Königs Wusterhausen

Rund 50 Millionen Euro Fördermittel, 7.000 Quadratmeter Nutzfläche und ein Ziel: das Handwerk im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald für die Zukunft wappnen. In Königs Wusterhausen sind die Bauarbeiten für das Leistungszentrum Nord angelaufen.

Gemeinsam beim ersten Spatenstich (v.l.n.r.): HWK-Präsidentin Corina Reifenstein, Ministerin Marina Klement, Landrat Sven Herzberger und Bürgermeisterin Michaela Wiezorek.

Mit der symbolischen Übergabe des Fördermittelbescheids und dem Spatenstich wurde am Donnerstag, dem 24. September 2026, der Baustart des Leistungszentrums Nord (LZ Nord) in Königs Wusterhausen gefeiert. Schon am Montag darauf begannen die Erdarbeiten.

Auf einem rund 13.000 Quadratmeter großen Areal entsteht ein zweigeschossiges Ausbildungszentrum mit 7.000 Quadratmetern Nutzfläche, das moderne Ausbildungsbedingungen und praxisnahe Berufsorientierung für das Handwerk in der Region ermöglichen soll. Vorgesehen sind Werkstätten, Fachkabinette und Seminarräume für die Berufe Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker sowie Metallbauer. Des Weiteren gibt es Aus- und Weiterbildungskapazitäten in den Themenfeldern Gebäudetechnik, Schweißen, Kfz-Technik, Digitalisierung und Betriebswirtschaft.

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement erklärte: „Ich freue mich, dass das neue Ausbildungszentrum in Königs Wusterhausen jetzt Gestalt annehmen kann. Das Zentrum wird in Zukunft moderne Bedingungen und praxisorientierte Schulung ermöglichen. Das Land Brandenburg braucht Fachkräfte, um sich für die Aufgaben der Zukunft zu rüsten – und das gilt für das Handwerk ganz besonders.“

Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus sagte: „Unser LZ Nord ist mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein starkes Signal der gesamten Handwerkerschaft unseres Kammerbezirks für die Zukunft. Mit ihrem Eigenanteil von zehn Prozent der Baukosten übernehmen unsere Handwerksbetriebe bewusst Verantwortung und setzen ein klares Zeichen für die Bedeutung der beruflichen Bildung und der Sicherung qualifizierter Fachkräfte.“

Landrat Sven Herzberger verwies auf die drei Aufgaben, die das neue Ausbildungszentrum übernimmt: die Berufsorientierung der Jugendlichen, die Ausbildung in den verschiedenen Handwerksberufen und die Qualifikation der künftigen Meisterinnen und Meister.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek hob wie Corina Reifenstein die langjährige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Handwerkskammer hervor und begrüßte die Entscheidung der Handwerkskammer, im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald ein Ausbildungszentrum zu errichten. Sie sagte: „Das LZ Nord ist eine Bereicherung für den Bildungsstandort Königs Wusterhausen. Die Ausbildungsstätte direkt neben der Gesamtschule Otto Lilienthal Königs Wusterhausen schafft beste Voraussetzungen, um junge Menschen frühzeitig für das Handwerk zu interessieren. Gleichzeitig bietet die räumliche Nähe den Ausbildungsbetrieben die Chance, früh mit ihrem möglichen Nachwuchs in Kontakt zu kommen.“

Das zweigeschossige Leistungszentrum Nord soll bereits zum Schuljahresbeginn 2028/29 genutzt werden können.

Die Europäische Union und das Land Brandenburg fördern das Vorhaben mit einem Zuschuss von rund 50 Millionen Euro. Der Fördersatz liegt bei 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt soll der Neubau des Leistungszentrums rund 56 Millionen Euro kosten. Als Termin für die Fertigstellung nennt Präsidentin Corina Reifenstein den Schuljahresbeginn 2028/29.

Kerstin Jöntgen (l.), Vorstandsmitglied der ILB und Wirtschaftsministerin Martina Klement (r.) übergeben der Präsidentin der HWK Cottbus, Corina Reifenstein den Fördermittelbescheid.