75 Jahre Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule

Schule feiert mit Festakt und Tag der offenen Tür

Am Festakt anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule nahm Bürgermeisterin Michaela Wiezorek teil.

Eine ganz besondere Bildungseinrichtung in Königs Wusterhausen hatte Mitte Juni Grund zum Feiern: Die Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule feierte ihr 75-jähriges Jubiläum als „Schule für Blinde und Sehbehinderte“ und zugleich das 125-jährige Bestehen des historischen Gebäudeensembles als „Heimstatt für Blinde“.

Im Beisein von Bürgermeisterin Michaela Wiezorek und zahlreicher weiterer geladener Gäste beging die Schule diesen besonderen Tag mit einem kleinen Festakt in der Aula, bei dem vor allem die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt standen. Engagiert und mit ganz viel Freude entführten zuerst die Jüngsten ihre Zuhörer in die Welt der Musik und wurden mit begeistertem Applaus belohnt. Aber auch die Schüler*innen der höheren Klassen setzten mit teils nachdenklichen Gedichten ebenso wie mit einem berührenden Theaterstück weitere Höhepunkte. Abgerundet wurde das Programm mit vielfältigen musikalischen Darbietungen und Erfahrungsberichten ehemaliger Schüler*innen.

Schulleiter Fred Oelschläger ließ in seiner Rede die vergangenen 75 Jahre Revue passieren und betonte dabei den Grundsatz der Schule, nämlich dass jeder Mensch mit seinen Stärken und Schwächen einzigartig ist. Im Anschluss an den Festakt hatten die Gäste noch Gelegenheit, die Räumlichkeiten der Schule kennenzulernen und sich ausführlich über die Bildungseinrichtung zu informieren. Am Mittag bot die Schule dann im Rahmen eines Tages der offenen Tür allen interessierten Königs Wusterhausener*innen die Möglichkeit, die Schule zu erkunden und sich von der Vielfalt und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zu überzeugen.

Die in der Luckenwalder Straße gelegene Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule – im Alltag auch als "Blindenschule" bezeichnet – bietet Unterricht für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Sehen von der 1. bis zur 10. Klasse an. Da es sich um die einzige Schule dieser Art im Land Brandenburg handelt, können die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Schulzeit im angegliederten Internat wohnen, um tägliche Fahrten zu vermeiden. Nach dem Abschluss der 10. Klasse besteht die Möglichkeit, das Abitur bzw. Fachabitur mit dem Schwerpunkt Sozialwesen in der Abteilung 4 des Oberstufenzentrums Dahme-Spreewald abzulegen. Die Marie-und- Hermann-Schmidt-Schule befindet sich in der Trägerschaft des Landkreises Dahme-Spreewald.

Königs Wusterhausen ist eine Stadt mit einer vielfältigen Bildungslandschaft. Neben den sechs kommunalen Grundschulen, der Montessori-Grundschule, der Gesamtschule „Otto Lilienthal“ und die Gesamtschule der FAWZ in Niederlehme, zwei Gymnasien und der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule, dem Oberstufenzentrum gibt es das Aus- und Fortbildungszentrum des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen. Das Zentrum vereint folgende Einrichtungen auf dem Campusgelände am Nottekanal: die Fachhochschule für Finanzen, die Landesfinanzschule, das Fortbildungszentrum der Finanzverwaltung, die Justizakademie und die Landesakademie für öffentliche Verwaltung.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde eine Tafel mit dem Namen der Schule in Brailleschrift enthüllt.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek wird von den Schüler*innen vor dem Festakt begrüßt.