Küken schlüpfen in der Kita Zernsdorfer Rübchen
Dünne Äderchen im durchleuchteten Ei belegen, hier wächst ein Küken heran.
Fotos: Kita Zernsdorfer Rübchen
Das Team der Kita Zernsdorfer Rübchen hat in diesem Jahr ein besonderes Projekt mit den Kita-Kindern umgesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei Hühnereier und jede Menge Fragen: Wie sieht es in einem Ei aus? Wie schlüpft ein Küken? Passt das Küken wirklich in so einem Ei? Ist da überhaupt ein Küken drin? Was frisst das Küken im Ei? Was frisst es, wenn es geschlüpft ist?
Vor dem Start mussten die Voraussetzungen erfüllt und die entsprechende Umgebung für die Tiere geschaffen werden. Brutkasten, Stall, Heizstein, Futter, ruhige Ecke in der Kita, Elektriker, Feuerwehr und Tierarzt sowie Bücher aus der Bibliothek zum Thema Leben und Tod von Hühnern. Ende März war es so weit: Eier der Rasse Zwerg-Cochin ziehen im Brutkasten ein. Das Kita-Team berichtet: „Zwei Wochen später haben wir im Kinderkreis die Eier durchleuchtet.“ Schieren nennt sich diese Prozedur, bei der festgestellt wird, in welchem Ei ein Küken heranwächst.
Das Schlüpfen der Küken konnten die Kinder live verfolgen.
Weiter geht es im Bericht: „Jedes Ei bekam ein Symbol auf die Schale gemalt, so konnten wir genau bestimmen, wer zuerst und wer zuletzt schlüpfte. Jeden Tag fand ein Kükenkreis statt – hier wurde die tägliche Entwicklung im Ei per Bildmaterial gezeigt. Nach drei Wochen Wartezeit wurde es aufregend. Das Piepsen in den Eiern wurde immer lauter. Die spannenden Tage waren dann der 16. und 17. April. Unsere Küken pressten sich aus dem Ei ans Licht. Wölkchen war das erste geschlüpfte Küken. Alle vier hatten unterschiedlichen Flaum, so konnten die Kinder die Küken gut unterscheiden. Viele Kinder konnten das Schlüpfen live miterleben, für alle anderen haben wir tolle Fotos geknipst und den Schlüpfvorgang festgehalten.“
Nach dem Schlüpfen müssen die Küken trocknen.
Weitere dreieinhalb Wochen blieben die Küken in der Kita und die Kinder konnten das Wachstum verfolgen. „Fast vollständig befiedert haben uns die vier Küken am 13. Mai verlassen. Tschüss – Auf Wiedersehen…“
Verantwortlich für das Projekt waren Sandra Verch und Nadine Krimmer-Pfeiffer. Beide hatten ein Konzept erarbeitet und sich um die Details gekümmert. Am Ende waren viele Mitarbeitende aus dem Team involviert, haben gefüttert, die Tränke gesäubert und Fotos gemacht. Nach einem ärztlichen Check durften die Küken ihr Privatleben bei Jasmin Ziegelmann antreten.
Die unterschiedlich gefiederten Küken konnten die Kinder gut unterscheiden.
