Feierliche Gesellenfreisprechung wieder auf dem Funkerberg
Nach sieben Jahren Pause kehrte die traditionelle Gesellenfreisprechung in den restaurierten Maschinensaal auf dem Funkerberg zurück. 34 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus sieben Gewerken durften nach bestandener Prüfung ihre Gesellenbriefe entgegennehmen.
Für die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen beginnt nach diesem feierlichen Festakt ein neuer beruflicher Abschnitt.
Fotos: Stadt Königs Wusterhausen
Der vergangene Montag, der 14. September 2026, wird für 34 Junggesellinnen und Junggesellen wohl lange in besonderer Erinnerung bleiben: Im festlich geschmückten Maschinensaal im Sendehaus 1 auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen erhielten sie ihre Zeugnisse und wurden damit offiziell in den Kreis der Gesellinnen und Gesellen aufgenommen. Zunftfahnen der verschiedenen Gewerke, die historische Zunftlade und die feierliche Atmosphäre gaben der ersten Gesellenfreisprechung seit 2019 im restaurierten Saal auf dem Funkerberg einen ganz besonderen Rahmen.
In seiner Eröffnungsrede gratulierte Kreishandwerksmeister Knut Wischmann den Absolventinnen und Absolventen und betonte die Wichtigkeit des Handwerks trotz oder gerade wegen der sich rasant verändernden Arbeitswelt. „Das Handwerk wird gebraucht. Es schafft Arbeitsplätze, bildet junge Menschen aus und bewahrt Werte. Es sorgt dafür, dass aus Plänen und Ideen etwas Wirkliches entsteht.“ In Vertretung von Bürgermeisterin Michaela Wiezorek schloss sich Amtsleiterin Ilka Voth den Glückwünschen an und appellierte an die Junggesellinnen und Junggesellen, ihr Wissen auch weiterhin in und um Königs Wusterhausen einzubringen: „Unsere Region braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Unsere Unternehmen brauchen Menschen mit Ihrem Können. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn viele von Ihnen unserer Region verbunden bleiben und hier ihre berufliche Zukunft gestalten.“
Das beste Prüfungsergebnis hatte in diesem Jahr Frisörin Julia Rühs.
Kreishandwerksmeister Knut Wischmann öffnet die Zunftlade.
Ein Höhepunkt des Abends war dann die Übergabe der Prüfungszeugnisse: Wie es die Tradition verlangt wurde dafür die ehrwürdige Zunftlade von Kreishandwerksmeister Knut Wischmann geöffnet, damit aus ihr die Zeugnisse entnommen werden konnten. Durch die Obermeister der jeweiligen Gewerke sowie die Prüfmeister wurden diese dann an die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen aus insgesamt sieben Gewerken überreicht – darunter drei aus dem Maler- und Lackierergewerk, sieben aus dem Friseur-, 13 aus dem Gebäudereiniger-, fünf aus dem Tischler-, sieben aus dem Anlagenmechaniker- und jeweils einer aus dem Elektroniker- und dem Metallbauergewerk. Das beste Prüfungsergebnis hatte in diesem Jahr eine Junggesellin aus dem Friseurgewerk, und auch auf dem zweiten Platz landete eine Absolventin aus dem Friseurhandwerk.
Für die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen beginnt nach diesem feierlichen Festakt ein neuer beruflicher Abschnitt. Mit ihrem Gesellenbrief in der Hand und vielen neuen Möglichkeiten vor Augen dürfen die jungen Handwerkerinnen und Handwerker nun stolz und selbstbewusst in ihre berufliche Zukunft starten.
