Reger Erfahrungsaustausch bei Lesung mit Daniel Schreiber
Allein sein muss nicht einsam sein
Die Lesung mit Daniel Schreiber in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen war sehr gut besucht.
Stadt Königs Wusterhausen
Bedeutet allein zu leben auch gleich Einsamkeit? Muss man in einer traditionellen Paarbeziehung leben, um glücklich und eben nicht einsam zu sein? Welche alternativen Lebensformen helfen, wenn man sich einsam fühlt? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigte sich der Autor Daniel Schreiber in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen anlässlich der Lesung aus seinem viel beachteten Buch „Allein“ am 13. Februar. Im Namen der Bürgermeisterin begrüßte Ilka Voth, Amtsleiterin für Beteiligung, Presse und Kultur, die zahlreich erschienenen Gäste und wünschte ihnen einen interessanten Abend, der zum gemeinsamen Nachdenken einladen sollte. Möglich wurde diese Veranstaltung, die im Rahmen des Projektes „Gemeinsam gegen Einsam in KW“ stattfand, dank einer Kooperation der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen und der Stadtverwaltung.
Autor Daniel Schreiber (M.) beantwortet in der Stadtbibliothek Fragen der beiden Moderatorinnen Sabine Timm (l.) und Anne Keding (r.) von der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen.
Stadt Königs Wusterhausen
Kaum ein Platz war in der Stadtbibliothek noch zu finden, interessierte doch nicht nur die Thematik des Buches, sondern auch der anerkannte und viel gelesene Essayist Daniel Schreiber selbst das Publikum. Die beiden Moderatorinnen Sabine Timm und Anne Keding von der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen zeigten sich gut vorbereitet und überraschten die Zuhörer zuerst mit einer statistischen Größe: Rund 40 Prozent der Haushalte in Brandenburg sind Ein-Personen-Haushalte; hier wie bundesweit steigt der Trend. Aber muss alleine leben auch gleich einsam leben bedeuten? Hier versucht Schreiber in seinem Buch Antworten zu finden, und auch die Zuhörerinnen und Zuhörer meldeten sich während der Veranstaltung mit eigenen Erfahrungen zu Wort. Schreibers Intention ist es dabei, Anregungen schaffen, um die eigene Perspektive und gesellschaftliche Normen zu überdenken – und dadurch den Weg zu sich selbst und anderen zu finden. Denn, so eine zentrale Aussage des Autors, der einzige Weg Beziehungen zu anderen aufzubauen, ist die eigene Ambivalenz zu akzeptieren und sie auch beim Gegenüber wertzuschätzen.
Im Namen der Bürgermeisterin begrüßte Ilka Voth, Amtsleiterin für Beteiligung, Presse und Kultur, die zahlreich erschienenen Gäste.
Stadt Königs Wusterhausen
So zeichnete sich die Veranstaltung in der Stadtbibliothek durch kluge Gedanken und einem regen Austausch zwischen dem Autor, dem Moderatorenteam und den Zuhörern aus – ein gelungener Abend, der zur Selbstreflexion aufforderte und sicherlich noch lange nachwirkt.
