Neu als Flyer und digital: Zernsdorf aus Kinderaugen
Kinder stellen ihre Lieblingsorte vor
Gemeinsam haben Hortkinder, Hortleitung und die Stadtbibliothek Königs Wusterhausen das Projekt „Zernsdorf aus Kinderaugen“ umgesetzt. Finanzielle Unterstützung gab es von der Bürgerstiftung.
Fotos: Stadt Königs Wusterhausen
Alles begann in der Zernsdorfer Schulprojektwoche anlässlich des 650. Jubiläums des Ortes Zernsdorf. Hortkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren haben sich auf den Weg gemacht, ihre liebsten Orte in Zernsdorf zu entdecken und auf einer Karte festzuhalten. Die Ergebnisse dieses Projektes können sich sehen lassen: Am 12. Februar präsentierte der Leiter des Zernsdorfer Hortes, Glenn Guillaume Gustave, zusammen mit Jeniffer Stuckas von der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen und zahlreichen Hortkindern stolz einen Flyer mit allen Lieblingsorten, ein großes dreidimensionales Modell aus Pappmaché sowie die interaktive App „Actionbound“.
„Ziel des Projektes war es, den Kindern die Sozialraumerkundung ganzheitlich näherzubringen, indem sie sich aktiv mit ihrer unmittelbaren Umwelt auseinandersetzen“, erklärt Gustave. Das dabei der Spaß und das Engagement der Kinder nicht zu kurz kamen, wurde bei der Vorstellung des Projektes deutlich: Begeistert nutzten die Kinder die Möglichkeit, an den bereitgehaltenen Tablets ihr Verständnis für geografische und soziale Räume zu schulen – da ging es los bei der Erde und Schritt für Schritt weiter über Europa, Deutschland und Brandenburg bis man schließlich in Zernsdorf ankam. Gefördert werden sollen hierbei unter anderem Medienkompetenz, Orientierungssinn sowie soziale und kommunikative Fähigkeiten.
Jeniffer Stuckas erklärt Tina Olschewski-Emden von der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen das von den Kindern gebastelte Modell.
Fünf Kinder beugen sich über einen Tisch, um auf dem Tablet die Dorfrallye anzuschauen.
In der Projektwoche konnten die Kinder dann diejenigen Räume und Orte auswählen, die für sie selbst wichtig sind. So finden sich in dem Flyer Sport- und Spielplätze genauso wie der Dönerladen, die Pizzeria und der Wasserturm. Entstanden ist eine Karte, die nicht nur den Kindern selbst, sondern auch Bekannten und neu zugezogenen Familien Orientierung im Sozialraum bietet.
Darüber hinaus wurde mit Hilfe der Stadtbibliothek die App „Actionbound“ entwickelt, mit der es auf eine vollständig digitale Dorfrallye quer durch den Ort geht. Gemeinsam mit dem „Kleinen König Wusterhausen“ können knifflige Rätsel gelöst und kreative Aufgaben gemeistert werden. Und ganz nebenbei erfährt man so auf spielerische Weise mehr über die Geschichte, die Natur und die Menschen in Zernsdorf.
Ein Projekt, das durchaus Nachahmer finden könnte und sollte, da waren sich die Verantwortlichen von Hort, Stadtbibliothek und der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen, die das Projekt finanziell unterstützt hat, einig. Vielleicht lassen sich nun auch andere Ortsteile inspirieren, ihren Ort einmal aus der Sicht von Kinderaugen zu zeigen – die beteiligten Kinder hätten da sicherlich ebenso viele Ideen und großen Spaß bei der Umsetzung wie die Hortkinder in Zernsdorf.
