Rund 50 Teilnehmer starten in die Wandersaison

Wanderung verbindet Natur, Stadtleben und Geschichte

Der Funkerberg war das Ziel der diesjährigen Wanderung zur Saisoneröffnung.

Rund 50 wanderbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Sonntag, 12. April 2026, auf dem Bahnhofsvorplatz in Königs Wusterhausen zum Start in die diesjährige Wandersaison. Eingeladen hatten zu dieser Saisoneröffnungswanderung die Stadt Königs Wusterhausen und der Tourismusverband Dahme-Seenland e. V.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek begrüßte die Wanderfreunde zum Start und stimmte sie auf die rund zehn Kilometer lange Wanderung ein. „Wir machen uns durch die Kernstadt auf den Weg über Deutsch Wusterhausen bis nach Diepensee, um schließlich am Funkerberg auch noch etwas über die Geschichte des Rundfunks zu erfahren“, erläuterte Wiezorek und übergab dann die Leitung der Wanderung an die Natur- und Landschaftsführerinnen Sandra Fonarob vom Tourismusverband Dahme-Seenland und die zertifizierte DWV-Wanderführerin Sonja Betker.

Bei heiterer Stimmung aber leider recht trübem Himmel marschierte die Gruppe zuerst am Nottekanal entlang in Richtung Diepensee. Die erste Pause am Weinberg wurde eifrig genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu stärken. Weiter ging es bis vor die alten Mauern am Friedhof Diepensee, der sich ebenso wie das ganze Dorf erst seit dem Jahr 2004 an dieser Stelle befindet. Denn, so erläuterten die beiden Wanderführerinnen Fonarob und Betker, Diepensee war eine der größten Gemeinschaftsumsiedlungen in Deutschland im Zuge des Flughafenbaus BER. Bis Dezember 2004 wurden die etwa 350 Einwohner und Einwohnerinnen, ebenso wie ihre Verstorbenen, in ein komplett neu errichtetes Dorf am jetzigen Standort umgesiedelt, um Platz für das Terminal und die Anlagen des Flughafens zu schaffen.

Die Gruppe passierte auf der Wanderung den Nottekanal.

Die Kirche in Deutsch Wusterhausen war ein Halt auf der Route.

Nach einem weiteren kurzen Stopp an der Dorfkirche von Deutsch Wusterhausen führte die Route vorbei am Dorfgemeinschaftshaus Diepensee, über breite Alleen und Feldwege bis zum Gewerbegebiet Königspark. Hier ließ es sich Bürgermeisterin Wiezorek nicht nehmen, einen kurzen Abriss zur Entwicklung des Gewerbeparks zu geben. Die Antenne von Mast 17 fest im Blick begann dann die letzte Etappe der Wanderung. Auf dem Funkerberg angekommen freuten sich die Wanderfreund*innen über Bratwürste und Getränke, die zum Selbstkostenpreis vom Netzwerk Senzig e.V. bereitgestellt wurden.

Nach der Stärkung nutzten die meisten der Teilnehmer*innen die Gelegenheit, exklusive Einblicke in die „Wiege des Rundfunks“ zu erhalten. Rainer Suckow, Vorsitzender des Fördervereins „Sender Königs Wusterhausen“ e. V., begeisterte die Wanderfreund*innen mit einem Vortrag zur Geschichte des Funkerbergs. Die anschließende kurze Führung durch den Maschinensaal und das neu erbaute Foyer des Museums Funkerberg bildete den Abschluss der Wanderung und sorgte bereits für Vorfreude auf einen Besuch des Museums, das im Juni 2026 eröffnet werden soll. So endete auf dem Funkerberg eine gelungene Wanderung, die Natur, Stadtleben und Geschichte miteinander verband und neben der Bewegung auch viele interessante Informationen bereithielt.

Rainer Suckow l.) informierte die Wanderfreund*innen über die Geschichte des Funkerbergs.