Erster Spatenstich für neues Trainingszentrum des Zolls
Fertigstellung 2028 geplant
Feierten gemeinsam den ersten Spatenstich in Königs Wusterhausen (v.l.n.r): Michaela Wiezorek (Bürgermeisterin), Dirk Blümcke (GZD), Torsten Müller (BImA), Elisabeth Kaiser (Ostbeauftragte des Bundes), Volker Huber (Goldbeck), Stefan Blieffert (Loupz), Dirk Wendt (PD – Berater der öffentlichen Hand).
Fotos: BImA & Stadt Königs Wusterhausen
Gemeinsam mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den ersten Spatenstich für das neue Einsatz- und Trainingszentrum (ETZ) des Zolls in Königs Wusterhausen gefeiert. Das ETZ ist eines von elf neuen Standorten in Deutschland, die in serieller Bauweise errichtet werden. Das Zentrum umfasst ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage mit drei Schießständen und modernster Technik sowie eine Zwei-Feld-Sporthalle. Auf 13.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche können Zollbeamtinnen und -beamte hier realitätsnahe Einsätze trainieren, etwa in simulierten Wohn- oder Gastronomieflächen.
Dirk Blümcke, Abteilungsleiter in der Direktion III der Generalzolldirektion, betont: „Jeder Einsatz beim Zoll erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, mit unterschiedlichsten Situationen umzugehen und sich im Team verlassen zu können.“
Nachhaltigkeit und Effizienz
Elisabeth Kaiser erklärt: „Mit dem Spatenstich setzen wir ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes und die Stärkung strukturschwächerer Regionen. Das ETZ schafft Perspektiven für Arbeitsplätze und junge Menschen und gibt Impulse für die gesamte Region.“
Königs Wusterhausen ist ein weiterer Meilenstein im bundesweiten Bauprogramm für den Zoll. Torsten Müller, Leiter der BImA-Hauptstelle Facility Management in Potsdam, unterstreicht: „Durch serielle Bauweise verbinden wir Geschwindigkeit mit Qualität und Wirtschaftlichkeit mit Nachhaltigkeit.“ Die BImA beauftragte nach einem EU-weiten Vergabeverfahren das Unternehmen Goldbeck als Generalunternehmer. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant.
Volker Huber, Geschäftsführer der Goldbeck Nordost GmbH, erklärt: „Innerhalb eines Jahres haben wir gemeinsam mit der BImA und der Stadt Königs Wusterhausen ein Grundstück besorgt und Baurecht geschaffen.“ Die serielle Bauweise beschleunigt das Programm und senkt die Kosten.
Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, hebt hervor: „Die Ansiedlung des ETZ ist ein bedeutender Meilenstein für unsere Stadt. Das Projekt gibt den Startschuss für die Entwicklung des Königsparks, der zu einem lebendigen Quartier für Wohnen und Gewerbe wird. Gleichzeitig entsteht in direkter Nachbarschaft unsere neue Hauptfeuerwache.“
Das Einsatztrainingszentrum des Zolls in Königs Wusterhausen besteht aus einem Einsatztrainingsgebäude, einer Raumschießanlage und einer Zwei-Feld-Sporthalle und wird 2028 fertiggestellt
Visualisierung: POMMES PartGmbH
Fakten zum Gebäude
Das Bauprogramm setzt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit einem geringen CO₂-Fußabdruck. Die Gebäude erfüllen den EGB 40-Standard und den Silber-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB). Eine Photovoltaik-Lösung auf Dächern, Fassaden und Solar-Carports erzeugt mehr Energie, als verbraucht wird. Trockenbauwände aus gepresstem Stroh ersetzen energieaufwendige Gipskartonwände. Begrünte Dächer und Fassaden verbessern das Mikroklima und fördern die Regenwasserversickerung. Die Architektur fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.
