„Max und Moritz“ ziehen ein: Wilhelm-Busch-Viertel in Königs Wusterhausen bekommt Gesicht

WoBauGe feiert Nachbarschaftsfest und stellt Ideen vor

Zur Benennung des Wilhelm-Busch-Viertels würdigt Bürgermeisterin Michaela Wiezorek das Engagement aller Beteiligten.

Ein fröhliches Nachbarschaftsfest ganz im Zeichen von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ feierten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner des bisherigen Wohngebiets rund um die Heinrich-von-Kleist-Straße in Königs Wusterhausen. Anlass für das nachbarschaftliche Beisammensein war die Vorstellung der ersten sichtbaren Ergebnisse der Umgestaltung des Wohnquartiers zum neuen „Wilhelm-Busch-Viertel“. Der Einladung der Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (WoBauGe) waren neben den Anwohnern auch zahlreiche Projektbeteiligte sowie Vertreter der Stadtverwaltung und der Wohnungswirtschaft gefolgt.

„Mit dem Wilhelm-Busch-Viertel geben wir unserem Wohngebiet ein Gesicht, eine Geschichte und eine eigene Identität. Es entsteht ein Zuhause mit Charakter, in dem sich Menschen jeden Alters wohlfühlen“, erklärte der Interims-Geschäftsführer der WoBauGe, Horst-Ulrich König. Neue Fassadenbilder, Spielplatzumgestaltungen und die Schaffung von Begegnungsstätten stehen bei der Neugestaltung des Wohnviertels im Vordergrund – alles im Zeichen von Wilhelm Buschs wohl bekanntester Geschichte „Max und Moritz“.

Anwohner und Gäste nutzten die Gelegenheit, die neugestalteten Bereiche kennenzulernen. Zu bewundern waren zum Auftakt das Fassadenbild „Herzlich Willkommen im Wilhelm-Busch-Viertel“ an der Fassade der Heinrich-von-Kleist-Straße 1 sowie die Umsetzung des ersten Streichs „Witwe Boltes Hühner“ an der Fassade der Heinrich-von-Kleist-Straße 1c.

Die Realisierung des gesamten Projektes ist als mehrjähriger Prozess angelegt. Insgesamt sollen alle sieben Streiche der beiden Lausbuden schrittweise im Viertel Einzug halten. Zudem ist geplant, die Müllplätze mit Hinweistafeln zur richtigen Mülltrennung zu gestalten – natürlich im „Max und Moritz“-Stil. Und auch beim Umbau des Spielplatzes Schenkendorfer Flur 22–­25 werden die kreativen Ideen von Max und Moritz ein wichtiger Teil der Gestaltung sein. Zudem ist in der Märkischen Zeile 8–11 die Schaffung einer Erholungsfläche geplant.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek zeigte sich begeistert von den vielen kreativen Ideen und würdigte das Engagement aller Beteiligten: „Ich freue mich, dass das Wilhelm-Busch-Viertel durch die Neugestaltung einen ganz eigenen Charakter erhält und damit die Basis für ein lebenswertes Zuhause und eine starke Nachbarschaft gelegt wird.“

Hintergrund:

Die WoBauGe ist ein kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Königs Wusterhausen mit einem Wohnungsbestand von insgesamt rund 4.400 Wohnungen. Das Wohngebiet Wilhelm-Busch-Viertel erstreckt sich über die Heinrich-von-Kleist-Straße, die Märkische Zeile, die Rosa-Luxemburg-Straße bis zur Bettina-von-Arnim-Straße und umfasst insgesamt 1028 Wohnungen von ein bis zu fünf Räumen. Anfang der 1980er-Jahre am südwestlichen Stadtrand von Königs Wusterhausen in der damals typischen Plattenbauweise errichtet, ist die überwiegende Mehrheit der Häuser inzwischen grundlegend saniert.

Neben der laufenden Sanierung und Modernisierung des Wohnungsbestandes entwickelt die WoBauGe nun mit der Umgestaltung des Wilhelm-Busch-Viertels gezielt eines ihrer Wohngebiete als größeres Projekt weiter. Ziel ist es, die Identität des Wilhelm-Busch-Viertels weiter zu stärken und einen Ort zu schaffen, der Nachbarschaft, Wohnen und Gemeinschaft miteinander verbindet.